Neubau Villa in Köln-Junkersdorf

Neubau Villa in Köln-Junkersdorf

Flexibles Raumprogramm für
wechselnde Bedürfnisse

Erstellt mit regionalen Werkstoffen – ausgerüstet mit Geothermie und Regenwasser-Zisterne

EINE VIELZAHL VON NUTZUNGSOPTIONEN. Die Villa in der Waldsiedlung und deren innenräumliche Ausdifferenzierung wurden im Laufe zahlreicher Gespräche zwischen dem Architekten und der Bauherrschaft konzipiert. Das so entwickelte Raumprogramm ermöglicht es der gesamten Familie, wie bisher zusammen zu leben, ist aber gleichzeitig flexibel genug, um in Zukunft den wechselnden Bedürfnissen der heranwachsenden Kinder und ihrer Eltern zu genügen.

Nailis Architekten
Erkelenzdamm 59–61
D-10999 Berlin
Tel. +49 (0)30 / 7623 1800
mail@nailis-architekten.de
www.nailis-architekten.de

So entstanden großzügige Bereiche, die sehr verschiedene räumliche Qualitäten aufweisen und eine Vielzahl von Nutzungsoptionen zulassen. Bereiche, die sich dadurch auszeichnen, dass Familie und Gemeinsamkeit gelebt werden kann. Darüber hinaus sind aber auch individuellere Rückzugsorte ein wesentlicher Bestandteil des Hauses, die in ihrer Gestaltung ebenfalls detailliert mit den Nutzern ausgearbeitet wurden.

HINTERLÜFTETE KLINKERFASSADE MIT SCHLÄMMPUTZ. Neben dem Wunsch, nach Möglichkeit regionale Werkstoffe zu verwenden, war die Bauherrschaft von Anfang an daran interessiert, Materialien zu verwenden, die sich durch ihre Materialtiefe auszeichnen. Der Naturstein Grauwacke, der im Innen- und Außenbereich eingesetzt wurde, stammt aus einem regionalen Steinbruch (Lindlar, 35 Kilometer entfernt), und die Klinker für die Fassade aus der Ziegelei Hebrok (180 Kilometer entfernt). Für die Böden kamen gemusterte Feinsteinzeug-Fliesen und Eichenmassivholz-Parkett zum Einsatz.

Im Zusammenhang mit der Materialwahl fiel die Entscheidung auf die traditionelle und dadurch seit vielen Jahrzenten bewährte Technik der hinterlüfteten Klinkerfassade. Diese wurde im Zuge des Fugenglattstrichs mit einem Schlämmputz versehen.

DIE INSTALLATION EINER SOLARANLAGE IST VORGERICHTET. Zudem bestand der Wunsch, das neue Haus mit umweltfreundlich gewonnener Energie zu versorgen. Eine Geothermieanlage gewährleistet den Betrieb der Fußbodenheizung sowie der Warmwasserversorgung. Die Installation einer Solaranlage ist vorgerichtet und kann im Bedarfsfall nachgerüstet werden.

Das anfallende Regenwasser wird in einer Zisterne gesammelt und zur Bewässerung des Gartens verwendet. Um möglichst wenig Energie beim Betrieb des Gebäudes einsetzten zu müssen, wurde auf ein aufwändiges Belüftungs- und Kühlsystem verzichtet.

AUSGEWÄHLTE, AN DIESEM BAUPROJEKT
BETEILIGTE FIRMEN:

FASSADENSCHLÄMME
Rinova Haustechnik und Ausbau GmbH

FOTOS
Benedikt Ernst Photography
Eupener Straße 60
D-50933 Köln

DEZENTE FARBABSTUFUNGEN. In Kooperation mit Friederike Tebbe und bei mehreren Gesprächen mit der Bauherrschaft wurden Farben für das gesamte Haus ausgewählt und zu einem Konzept zusammengeführt. Türen, Brüstungen und Sockelleisten sind farblich leicht von den Wänden abgesetzt. Die Decke über der Galerie wurde betont. Die fast raumhohen, zweiteiligen Schiebetüren im Wohnbereich bringen, wenn sie geschlossen sind, die Farben des Gartens als monochrome Gemälde in den Innenraum.

Sowohl die Wahl der Bauweise als auch das in produktiver Zusammenarbeit entstandene Gesamtbild entsprechen nun sehr genau dem gewünschten und angestrebten Ausdruck des Gebäudes. Es sollte von vornherein ein Gefühl von Selbstverständlichkeit und eine Verbundenheit mit dem Ort vermittelt werden. Auch die Außenanlagen sprechen diese Sprache und führen die Gestaltung in die unmittelbar angrenzende Umgebung fort.

Die Straßenseite wird durch die Vorfahrt betont, auf der Basaltpflaster in Schuppenbögen verlegt wurde. Sie könnte fast die Zufahrt zu einer alten Burg am Rhein sein, bei der sich schon bald das Moos seinen Weg durch die Fugen des Kopfsteinpflasters bahnen wird.