Neubau Villa Bonitzberg

Neubau Villa in Rösrath-Hoffnungsthal

Klare Architektursprache und
reduzierte Materialwahl

Niedriger Energieverbrauch durch hohen Dämmstandard und moderne Anlagentechnik

VORGELAGERTE TERRASSEN. In unmittelbarer Nachbarschaft zu zwei historischen Villen der Gründerzeit ist in Rösrath-Hoffnungsthal eine moderne Villa entstanden. Wärend sich die beiden Nachbarhäuser durch die typischen Elemente der Gründerzeit wie Blockrandbebauung und reich dekorierte Fassaden auszeichnen, ist der Neubau besonders durch eine klare Architektursprache und eine reduzierte Materialwahl geprägt und schafft so einen spannenden Kontrast zwischen Alt und Neu.

Das großzügige Grundstück wird über eine mehr als hundert Meter lange private Zufahrtstraße erschlossen, vorbei am Park der historischen Nachbarvillen, die durch eine Ausgleichspflanzung optisch abgeschirmt sind. Oben angekommen, führt die Zufahrt in eine geräumige Doppelgarage, von der der Besucher über eine Treppenanlage oder einen optional vorgerichteten Aufzug direkt ins Wohnhaus gelangt. Der zweigeschossige, 12 mal 22 Meter große Baukörper steht auf dem Sockelgeschoss, dessen Mehrflächen im Erdgeschoss als Terrassen genutzt werden und die zudem vor dem Gästeeingang eine Eingangsterrasse eröffnen, die über die Freitreppe an der Zufahrt erschlossen wird, und eine weitere, an das Wohn- und Esszimmert anschließende rund hundert Quadratmeter große Terrasse. 

oxen architekten
Stadtwaldgürtel 73 c
D-50935 Köln
Tel. +49 (0)221 / 1680 15-0
Fax +49 (0)221 / 1680 15-10
kontakt@oxen.de
www.oxen.de

WEISSER PUTZ UND GRAUWACKE. Analog zur klaren Architektursprache standen bei der Wahl der Materialien vor allem Purismus und Schlichtheit im Vordergrund. So wurde die Fassadenfläche ledigleich mit einem unauffälligen weißen Wärmedämmputz von bis zu dreißig Zentimetern Dicke versehen. Dass der obere Baukörper dennoch seine Wirkung erzielt, liegt in erster Linie an der großflächigen Glasfront.

Im Kontrast zur reduzierten Materialwahl im Obergeschoss erhielt das stabile Sockelgeschoss eine kräftigere Materialität. Grauwacke, ein heimischer Stein, der in der Region abgebaut wird, sorgt mit seinen lebendigen Farben und seiner bruchrauen Optik für Abwechslung in der Außengestaltung. Vier Zentimeter hohe Steine wurden für die Fassade und einen Teil der Wandflächen im Schwimmbad verwendet. Auch im Terrassenbelag findet sich die Grauwacke wieder und formt das Sockelgeschoss zu einem einheitlichen Körper.

Ebenso wie das Sockelgeschoss oriertieren sich die beiden oberen Geschosse zum Tal hin. Dabei bilden Wohn- und Esszimmer sowie die Küche mit insgesamt hundert Qaudratmetern den Hauptraum im Mittelgeschoss. Arbeitsräume und Schlafzimmer sind ebenfalls mit großen Glasflächen nach Westen ausgerichtet und lassen so genügend Helligkeit hinein.

Mit Raumhöhen von bis zu vier Metern im Mittelgeschoss wurde auf die Grundflächen der Räume reagiert und ein angemessenes Volumen geschaffen. Einen Höhepunkt bietet der Patio im Obergeschoss, der einen Weitblick unter freiem Himmel eröffnet. Im rückwärtigen Teil der oberen Ebenen befinden sich sowohl das offene Treppenhaus als auch zahlreiche Nebenräume wie Bäder und Abstellräume.

AUSGEWÄHLTE, AN DIESEM BAUPROJEKT
BETEILIGTE FIRMEN:

MALERARBEITEN
Malermeister Siebertz

FOTOS
Stefan Schilling, Köln

Im Innenraum sind alle Bodenflächen – einschließlich der Treppen – mit einem anthrazitfarbenen, zementgebundenen Spachtel-Estrich versehen. Für einen ansprechenden Kontrast sorgen die Wände und die Decke, die durchgängig in Weiß gehalten sind.

MODERNES ENERGIESPARHAUS. Bei der Gesamtplanung und der Ausarbeitung des haustechnischen Konzepts standen die Reduktion des Energie- und Ressourcenverbrauchs – kombiniert mit einer intelligenten, modernen Anlagentechnik – im Vordergrund. Durch die Platzierung des Baukörpers in Nord-Süd-Ausrichtung, einen hohen Dämmstandard bei kompaktem Gebäudevolumen sowie den Einsatz von Tiefenbohrungen zur Nutzung von Erdwärme (Geothermie) genügt die Villa den Anforderungen eines modernen Energiesparhauses.