Bauprojekt Unternehmenssitz der RAG Montan Immobilien GmbH Essen

Bauprojekt Unternehmenssitz RAG Montan Immobilien GmbH Essen

Weltweit der erste Neubau auf einem
UNESCO-Weltkulturerbe

Realisierung im Green-Building-Standard

GLÄSERNE QUERSPANGE VERBINDET 2 GEBÄUDERIEGEL. Der weltweit erste Neubau auf einem UNESCO-Weltkulturerbe ist auf dem ehemaligen Kokereigelände Zollverein Essen entstanden. Die UNESCO hatte im Jahr 2001 die Standorte XII und 1/2/8 der Zeche Zollverein und im Jahr 2002 auch die unmittelbar benachbarte ehemalige Kokerei Zollverein zum Weltkulturerbe erklärt. Der neue Unternehmenssitz der RAG Montan Immobilien GmbH für rund 250 Mitarbeiter wurde nach den Entwürfen von Bahl Architekten BDA erstellt.

Bahl Architekten
Hasencleverstraße 5
D-58135 Hagen
Tel. +49 (0)2331 / 4812 7-0
Fax +49 (0)2331 / 4812 7-20
info@bahl.de
www.bahl.de

Zwei Gebäudekörper, verbunden durch eine gläserne Querspange, wurden in dreigeschossiger Bauweise mit einer Bruttogrundfläche von 7.600 Quadratmetern realisiert und im Green-Building-Standard ausgeführt. Der Hauptzugang erfolgt auf der Nordostseite von der Straße „Im Welterbe“ in das zentrale Bauteil. Dort befinden sich Besucherstellplätze und die Vorfahrt des Gebäudes.

Ein weiterer Eingang befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite am „Großwesterkamp“. Aufgrund der Hanglage ist der Gebäuderiegel zweigeschossig und über den Mitarbeiterparkplatz erreichbar. In dem gläsernen Verbindungsbauteil befinden sich die kommunikativen Zonen wie die Erschließung, die Foyers der beiden Ebenen sowie offene Teeküchen zum flexiblen Aufenthalt und zur internen Kommunikation.

AUSGEWÄHLTE, AN DIESEM BAUPROJEKT
BETEILIGTE FIRMEN:

VERMESSUNGSARBEITEN
Vermessungsbüro Köhncke - Hübscher
Essen

VERKLINKERUNGS- UND VERBLENDARBEITEN
St. Fleer Bauunternehmen GmbH

KLINKERFASSADE UND DACHTERRASSE. Das Bürogebäude verfügt über eine großzügige Dachterrasse mit Blick über das UNESCO-Weltkulturerbe Zollverein. Im begrünten Innenhofbereich ermöglicht eine weitere Terrasse vor dem firmeninternen Bistro allen Mitarbeitern flexible und erholsame Pausenaufenthalte. Hohen Komfort bieten den Mitarbeitern zudem insgesamt 180 Stellplätze auf dem eigenen Gelände.

Die Gebäuderiegel wurden mit einem hochwertigen traditionellen Baustoff, dem Wittmunder Ziegel, geklinkert, der sich optisch hervorragend in die vorhandene Klinkerarchitektur der historischen Industrieanlage von Schupp und Kremmer einfügt. Der Sockelbereich des hinteren Gebäudeteils wurde mit großformatigen Architektur-Betonplatten verkleidet. Mit Hilfe der Matrizenschaltechnik wurden darauf historisch bedeutende RAG-Standorte abgebildet.

Die großen Fensterflächen mit anthrazitfarbenen Fensterprofilen verfügen über Sonnenschutzbehänge mit Tageslicht-Lenkung. Der gläserne Verbindungsriegel besteht aus einer waagerecht gegliederten Pfosten-Riegel-Konstruktion mit Sonnenschutzglas und transluzenten, chromverspiegelten Glasflächen.

FERNWÄRMEANBINDUNG UND BETONKERNAKTIVIERUNG. Beleuchtung, Beschattung, Kühlung, Abwärmenutzung, Lüftung und Heizung greifen perfekt ineinander, so dass der Primärenergieverbrauch für die Mitarbeiter optimiert ist. Hinzu kommt die Dämmung des Gebäudes durch den hinterlüfteten Klinker und die extensive Dachbegrünung, die das Erhitzen der darunterliegenden Räume mindert.

Fernwärmeanbindung sowie der Einsatz von regionalen Baustoffen unterstützen den Ressourcenschutz. Das intelligentes Lichtmanagement zeichnet sich durch die tageslichtabhängige Steuerung mit der Präsenzmeldung der Bürobeleuchtung aus. Jeder Büroraum ist mit öffenbaren Fenstern für ein natürliches, angenehmes Klima ausgestattet.

FOTOS
Friedhelm Krischer, Duisburg

Die Betonkernaktivierung in den Stahlbetondecken ermöglicht eine durchgehende Oberflächentemperatur. Besprechungszonen werden zusätzlich durch mechanische Belüftung mit Kühlung unterstützt. Dieses Bürogebäude bringt auf verantwortliche Weise Ressourcenschutz und Energieeffizienz in Einklang.

FLEXIBLES BÜROKONZEPT. Gemeinsam mit dem Nutzer des Gebäudes wurde ein Bürokonzept entwickelt, das Einzel-, Gruppen- oder Teambüros abbilden kann. Nebenräume sind in den Kombizonen geplant und ermöglichen die optimale Ausnutzung der fassadenseitigen Flächen für die Büroräume.

Das Raster von 1,35 Metern optimiert die Raumeinteilung. Kooperationsbeziehungen der Bereiche untereinander wurden bei der Belegungsplanung berücksichtigt.

Eine dezente Farbgestaltung, sowie die Verwendung von Glas und Aluminium gewährleisten nachhaltige Qualität und einen hohen Ausstattungsstandard. In besonderen Bereichen wie am Empfang oder in den Aufzugsvorräumen werden Akzente in den CI-Farben Schwarz-Rot-Gelb gesetzt.