Umbau und Erweiterung Epiphaniaskirche Köln-Bickendorf

Kirche weiterdenken

Im schichtweisen Aufbau aus Kirchenraum, Servicezone, Café und Platz öffnet sich das Gebäude vom sakralen zum öffentlichen Raum

VERKÖRPERUNG PROTESTANTISCHER LEBENSHALTUNG. Vier Gemeindebezirke sollten in Köln-Bickendorf zu einer Zentrumskirche zusammengeführt werden. Das setzte umfangreiche Umbaumaßnahmen an der Epiphaniaskirche voraus.

 

Der bestehende Bau des Architekten Paul Opp entspricht in seiner klaren und rationalen Architektursprache der protestantischen Lebenshaltung. Aufbauend auf den vorhandenen Qualitäten, Materialien und Strukturen des Bestandsgebäudes entstand das Entwurfskonzept „Kirche weiterdenken“.

 

Der Neubau erweitert den Bestand und gibt der Kirchengemeinde eine stärkere Präsenz zum Stadtraum. Dabei bleibt die alte Fassade erhalten und wird nunmehr zur Innenwand mit Durchblick in den Kirchraum. 

AUSGEWÄHLTE, AN DIESEM BAUPROJEKT
BETEILIGTE FIRMEN:

 
NATURSTEINARBEITEN
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LEPEL & LEPEL
Architektur, Innenarchitektur

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GEMEINSCHAFT, OFFENHEIT UND LICHT. Im schichtweisen Aufbau aus Kirchenraum, Servicezone, Café und Platz öffnet sich das Gebäude vom sakralen zum öffentlichen Raum. Die Kirche rückt mit ihrem neuen, vorgesetzten Foyer an die Straße heran und bildet nun eine wahrnehmbare Adresse.

 

Eine sechs Meter hohe Glasfront gewährt ganz neue Ein- und Ausblicke. Der Kirchenvorplatz scheint räumlich schwellenlos mit dem Foyer zu verschmelzen.

Die Blätter der riesigen Platanen auf dem Vorplatz sind im Foyer zum Greifen nah. Der Platz wird durch das Café nach innen erweitert, das Café nach außen durch den Platz. Die Integration des dichten Baumbestandes macht den Vorplatz zu einen Ort mit hoher Aufenthaltsqualität.

HEIZUNGS- UND SANITÄRINSTALLATION
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UNÜBERSEHBAR UND UNÜBERHÖRBAR. Von Beginn an fehlte ein Glockenturm für die Epiphaniaskirche. Die Fundamente dafür gab es bereits beim Bau von Paul Opp, die finanziellen Mittel aber nicht.

 

Dies wurde bei der Erweiterung zur Herausforderung und Chance, dem Ort und der Gemeinde nicht nur ein unübersehbares, sondern auch ein unüberhörbares Zeichen zu geben. Der Turm wirkt wie ein Ausrufezeichen für den kleinen Vorplatz und ist wichtiges, liturgisches Element der Verbindung von Gottesdienst und Stadt.

FOTOS

Jens Kirchner, Düsseldorf

STÄRKERES MITEINANDER. Das Innere des Kirchenraums wurde um neunzig Grad gedreht und somit die gesamte Fensteranlage zur Altarwand. Die Ausrichtung des Altars in die Mitte der Gemeinde, das Versetzen der Orgel und die Einbindung der Empore in den Kirchraum gibt der Gemeinde ganz neue Möglichkeiten, zusammenzukommen und Gottesdienste zu feiern. Die Anordnung von Altar und Stühlen auf einer Ebene ermöglicht ein intensiveres Miteinander, welches das gottesdienstliche Geschehen lebendiger macht.

 

Zusammenkommen ist auch das Stichwort für die Gemeinderäume im Gartengeschoss. Dort gibt es nun eine direkte interne Anbindung an die Kirchenebene und einen Zugang zum Garten. Die Verwaltung erhält einen separaten Zugang von außen.