Umbau Filiale Sparkasse Bochum-Harpen

Umbau Sparkassen-Filiale Bochum-Harpen

Angenehme Beratungsatmosphäre

Kundenfreundlichkeit in moderner Architektursprache

RÜCKBAU UND SANIERUNG. Das in den 1960er Jahren in Stahlskelettbauweise errichtete Gebäude im Bochumer Stadtteil Harpen, entworfen vom Bochumer Architekten P.G. Wieschemann, entsprach in seiner Funktion und Nutzung nicht mehr den heutigen Anforderungen für den Betrieb einer Sparkassenfiliale. Die Baukonstruktion zeigte starke Abnutzungserscheinungen, und die Haustechnik, teilweise noch aus den 1960er Jahren, war in weiten Teilen erneuerungsbedürftig.

Da die Filiale während der Umbaumaßnahme nicht geschlossen werden sollte, wurde auf dem benachbarten Grundstück eine provisorische Geschäftsstelle errichtet. In einem ersten Schritt wurde das Gebäude im Erdgeschoss bis auf die Stahlstützen zurückgebaut und eine Schadstoffsanierung durchgeführt. Ziel war es, eine helle, freundliche und einladende Sparkassenfiliale zu errichten, die die Kunden in ihren finanziellen Belangen noch besser ungestört berät und gleichzeitig einer modernen Architektursprache nachkommt.

VERVOORTS & SCHINDLER Architekten BDA
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HELL UND TRANSPARENT. Die Hülle besteht aus einer Vorhangfassade aus anthrazitfarbenen Schichtpressstoffplatten. Zum Eingang öffnet sich die Filiale mit großzügigen raumhohen Fensterflächen, die den Innenraum mit Licht durchfluten und ihm dadurch eine angenehme Atmosphäre verleihen. Durch die helle und transparente Fassade wirkt die gesamte Filiale einladend und schottet sich nicht von der Umgebung ab.

RAUMHOHE GLASWÄNDE. Ein unter zwei großen Glassheddächern befindlicher zentraler Servicebereich begrüßt die Kunden, nachdem sie den Windfang mit Geldautomaten und Kontoauszugsdruckern passiert haben und die großzügige 200-Quadratmeter-Kassenhalle betreten. Auffällig sind die fünf neu angelegten Beraterplätze, die durch raumhohe Glaswände getrennt sind. Die Transparenz im Innenraum wird dadurch erhalten und gleichzeitig eine ungestörte Beratung der Kunden gewährleistet.

ABGESTUFTE PRIVATHEIT. Für vertrauliche Gespräche bietet ein zweischalig verglaster, mit innenliegender Jalousie ausgerüsteter Besprechungsraum Platz, der bei Bedarf blickdicht hergestellt werden kann. Somit entsteht eine abgestufte Privatheit und Vertraulichkeit über die offene Gestaltung der einzelnen Beraterplätze bis hin zur separaten Einzelberatung.

BARRIEREFREIE EINGANGSANLAGE. Die auffälligste Veränderung im Außenbereich stellt die Verlegung des Eingangs mit einer vorgeschalteten, in Glas und Sichtbeton angefertigten Treppen- und Rampenanlage dar. Zusätzlich ist der Zugang zur Sparkasse aufgewertet durch die schlicht gehaltenen Glasbrüstungen auf Sichtbetonelementen sowie das große weiße Sparkassensymbol im roten Vordach, das bei Dunkelheit beleuchtet ist.

FOTOS
© Vervoorts & Schindler Architekten BDA

Speziell nach den Anforderungen für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer ist die Eingangsanlage komplett barrierefrei gestaltet. Erreicht wurde dieses Ziel mit einem sehr geringen Rampengefälle sowie den per Tastendruck zu öffnenden Eingangstüren.

Das Flachdach wurde zu einem nicht sichtbaren Pultdach umgebaut, so dass die marode innenliegende Entwässerung durch eine vorgehängte Rinne auf der Rückseite des Gebäudes ersetzt werden konnte. Alle Ver- und Entsorgungsleitungen wurden in diesem Zuge erneuert.

Für ein angenehmes Klima sorgen eine auf das Energiekonzept abgestimmte neu installierte Lüftungs- und Kälteanlage. Die Energieversorgung erfolgt über eine Gasbrennwerttherme.

Bei der Baumaßnahme legte die Sparkasse Bochum großen Wert darauf, ihre Verantwortung gegenüber der Region Bochum zu zeigen. Daher beauftragte sie mit der Bauausführung Baufirmen und Handwerker aus der direkten Umgebung.