Bauprojekt
Städtische Berufsoberschule

für Sozialwesen München

Energetische Sanierung offenbart den Charme
der 60er Jahre

Denkmalgeschütztes Gebäude
mit viel Sensibilität
auf den neuesten Stand gebracht

FOTO: Florian Holzherr, München

bodensteiner · fest
architekten stadtplaner

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D-80636 München
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Bauprojekt SBO für Sozialwesen in München
FOTO: Florian Holzherr, München
FOTO: Florian Holzherr, München

DENKMALGESCHÜTZTES GEBÄUDE VON 1960. Die neben dem Münchner Königsplatz gelegene städtische Berufsoberschule für Sozialwesen wurde 1960 als Kontoristinnenschule erbaut. Mit Mitteln des Konjunkturpakets II wurde das unter Denkmalschutz stehende Gebäude nach Plänen der Architekten bodensteiner · fest energetisch saniert. Im Vordergrund stand das Bestreben der Architekten, mit der Sanierung dieses anspruchsvoll detaillierten Gebäudes von Prof. Fred Angerer den Charme der 60er Jahre durch Einsatz zeitgemäßer Mittel, ein dezentes Farbkonzept und unter weitestgehender Vermeidung sichtbarer Neuinstallationen herauszuarbeiten.

SENKUNG DES PRIMÄRENERGIEBEDARFS UM 21 %. Dabei wurden die noch bestehenden Original-Fensterelemente ausgetauscht, Dach und Decke des Tiefkellers gedämmt sowie die gesamte Beleuchtung durch hocheffiziente, in den Klassenzimmern tageslicht- und präsenzgesteuerte Leuchten ersetzt. Weitere Maßnahmen waren der Austausch des Sonnenschutzes, die Freilegung der Original-Rippendecke für ein größeres Raumvolumen im Speiseraum, die Ertüchtigung mit akustisch wirksamem Brandschutzputz und der Austausch der Brandmeldeanlage.

Auf diese Weise konnte der Primärenergiebedarf des Gebäudes um 21 Prozent gesenkt werden. Der Strombedarf für die Beleuchtung wurde annähernd halbiert.

FOTO: bodensteiner · fest
FOTO: Florian Holzherr, München

Passend zur Stringenz des Gebäudes entschied man sich für hochwärmegedämmte Stahlfenster mit Drei-Scheiben- Verglasung, die im Nord-Treppenhaus – bezugnehmend auf die Originalfenster – eine Flügelgröße von 1,7 x 1,5 Metern erreichen. An dieser zur Brienner Straße weisenden Fassade wurden Lichtbänder auf Höhe der sich nach innen abzeichnenden Geschossdecken-Bänderung integriert. Das außen vorgelagerte Filter-Mauerwerk wurde saniert und durch nachts leuchtende LED-Lichtleisten zur Straße hin akzentuiert.

FOTO: Florian Holzherr, München

DRAMATISCHER HELL-DUNKEL-KONTRAST. Das Himmels-treppenhaus an der Westfassade (siehe großes Bild ganz oben) ist geprägt von dem Hell-Dunkel-Kontrast, der durch das auf Höhe der Treppenabsätze einfallende Tageslicht entsteht. Nach Demontage der vorgefundenen Beleuchtung, die diesen Raumeindruck schmälerte, beleuchten nun LED-Lichtleisten die Treppenläufe.

AUSGEWÄHLTE, AN DIESEM BAUPROJEKT
BETEILIGTE FIRMEN:

BRANDSCHUTZ-PUTZ
Klimasan Perlit GmbH
Röntgenstraße 4
D-97230 Estenfeld
Tel. +49 (0)9305 / 9068-12
Fax +49 (0)9305 / 9068-20
klimasan@t-online.de
www.klimasan-perlit.de

FOTO: Florian Holzherr, München

Die Lichtbänder wurden oberflächenbündig in die originalen Mahagoni-Handläufe eingelassen. Das Licht fällt direkt auf die schwarzen Treppenstufen, verleiht dem Treppenhaus eine neue Dynamik und unterstreicht so die Hell-Dunkel-Dramaturgie.