Stadtumbau Albert-Schweitzer-Straße Bielefeld
FOTO: Christa Henke, Osnabrück

Stadtumbau Albert-Schweitzer-Strasse Bielefeld:

Durch eingefriedete Wohnhöfe verzahnen sich die Gebäude mit den Grünflächen der Umgebung.

Entlang der Hauptstraße entsteht eine typisch städtische, gemischte Nutzung.

UPGRADE DES WOHNUNGSBAUBESTANDS. Die Baugenossenschaft Freie Scholle eG in Bielefeld unterhält mehr als 5.000 Wohnungen in der Stadt. Neben historischen Quartieren sind Wohnungsbauten aus sämtlichen Jahrzehnten seit der Gründung im Jahre 1911 in ihrem Bestand.

Man ist sehr bestrebt, gerade die Bauten aus der Nachkriegszeit mit nicht mehr zeitgemäßen Wohnungen in moderne umzuwandeln. Die aus den 1960er Jahren stammenden drei- bis viergeschossigen Bestandsbauten an der Albert-Schweitzer-Straße entsprachen nicht mehr dem Stand der Technik, sodass ein Großteil der Wohnungen nicht mehr vermietbar war.

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FOTO: Ralf Buscher, Hamburg

4 GEBÄUDERIEGEL. Mit dem Stadtumbau Albert-Schweitzer-Straße entstand an dieser wichtigen städtebaulichen Nahtstelle Bielefelds ein neues Wohnquartier. Vier Gebäuderiegel mit gefalteten Dächern sind hintereinander aufgereiht und staffeln sich von einer Fünfgeschossigkeit entlang der Hauptverkehrsachse Jöllenbecker Straße in das kleinteilige Wohnquartier hinab.

Durch eingefriedete Wohnhöfe verzahnen sich die Gebäude und damit der städtische Raum mit den Grünfläche der Umgebung. So entsteht ein stimmiges Gesamtensemble.

FOTO: Christa Henke, Osnabrück
FOTO: Christa Henke, Osnabrück
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SPIEL AUS LICHT UND SCHATTEN. Fassadenknicke geben den Baumassen eine angemessene Maßstäblichkeit und erzeugen ein interessantes Spiel aus Licht und Schatten. Die neue Backsteinarchitektur dominiert straßenübergreifend auch das sanierte Verwaltungsgebäude der Freien Scholle eG und bildet so eine markante Torsituation zum Wohnquartier der Genossenschaft. Erklärtes Ziel des Bauherrn war eine identifikationsschaffende, nachhaltige Architektursprache, die durch das Fassadenmaterial Klinker einen langlebigen, verbindlichen Charakter ausstrahlt.

Entlang der Jöllenbecker Straße wurden neben Wohnungen auch Geschäfts- und Gewerbeflächen geschaffen. So entsteht entlang der stärker frequentierten Hauptstraße eine typisch städtische, gemischte Nutzung.

FOTO: Ralf Buscher, Hamburg

BUNTER WOHNUNGSMIX. Sämtliche Bauwerke sind barrierefrei erschlossen und entsprechen der DIN 18040 Teil 2. Aufzüge, Rampen und ebenerdige Zugänge schaffen schwellenlose Zugänge zu allen Gebäudeteilen.

In den vier Häusern entstand ein bunter Wohnungsmix verschiedenster Größen, Ausrichtungen und Ausprägungen mit dem Ziel, nachhaltig vermietbaren und bezahlbaren Wohnraum zu erzeugen. Dem Gedanken des genossenschaftlichen Wohnen folgend, hatten die Bewohner die Möglichkeit, ihre Wohnungen bezüglich Wohnungsaufteilung und Ausstattung individuell mitzugestalten.

Um den Gemeinschaftsgedanken zu stärken, verfügt das Quartier über einen Nachbarschaftstreff. Gemeinsame Aktivitäten sollen den Zusammenhalt der Nachbarschaft stärken und den Gedanken der Selbstverwaltung implizieren.

FOTO: Ralf Buscher, Hamburg