Bauprojekt Stadtbibliothek Leipzig

Bauprojekt Stadtbibliothek Leipzig

Freilegung historischer Strukturen und
Installation moderner Technologie

Umbau und Sanierung mit neuer funktionaler Ordnung in angemessener Gestaltung

MODERNER BIBLIOTHEKSBETRIEB IN HISTORISCHEM GEBÄUDE. Die Stadtbibliothek Leipzig sollte umgebaut und modernisiert werden. Neben den brandschutz- und sicherheitstechnischen Ertüchtigungen oblag kister scheithauer gross architekten und stadtplanern (ksg) auch die Sanierung und Wiederherstellung der baulichen Hülle. In dem denkmalgeschützten Gebäude ist nun wieder ein moderner Bibliotheksbetrieb möglich.

Das denkmalgeschützte Gebäude am Wilhelm-Leuschner-Platz in Leipzig war als Museum für Kunsthandwerk in den Jahren 1894 bis 1897 durch den Leipziger Stadtbaurat Hugo Licht errichtet worden. Nach beträchtlichen Kriegsschäden wurde der Bau mit geringen Mitteln repariert und in den Jahren von 1950 bis 1990 als Bürogebäude genutzt. Darauf folgte die Nutzung als Hauptstelle der Städtischen Bibliotheken.

Mit dem Umbau und der Sanierung des Gebäudes gehen eine völlig neue funktionale Ordnung und eine angemessene Gestaltung des Eingangsbereiches sowie des Oberlichtsaales einher. Der behindertengerechte Zugang erfolgt fortan über den Haupteingang.

kister scheithauer gross architekten und stadtplaner GmbH
Büro Leipzig
Nikolaistraße 47
D-04109 Leipzig
Tel. +49 (0)341 / 3373 333-0
Fax +49 (0)341 / 3373 333-1
leipzig@ksg-architekten.de
www.ksg-architekten.info

AUSGEWÄHLTE, AN DIESEM BAUPROJEKT
BETEILIGTE UNTERNEHMEN:

HLS- UND AUFZUGSPLANUNG
Ingenieurbüro J. Döhler

FOTOS
Steffen Junghans, Leipzig

Neben der Sanierung der historischen Fassaden, insbesondere der reich geschmückten Nordfassade, wurden die vorhandenen historischen Strukturen im Inneren freigelegt und saniert. Durch die Modernisierung entspricht das Gebäude den heutigen Anforderungen an eine Bibliothek: Selbstverbuchung, Benutzung auch

1 MIO. BESUCHER PRO JAHR. ksg erläutert das Konzept der Sanierung: „Ein Baudenkmal wie dieses zu sanieren und umzubauen, ist eine besondere Aufgabe. Überaus spannend im Abriss, als sich unerwartete historische Strukturen zeigten – konstruktive, aber auch dekorative wie die historische Ausmalung von Kappendecken. Es galt, die Spuren des Architekten und Stadtbaudirektors Hugo Licht zu berücksichtigen und die Innenräume des früheren Museums für Kunsthandwerk mit dem modernen Bibliotheksbetrieb zu vereinen. Glücklicherweise dienen beide Nutzungen, sowohl die ehemalige als Museum wie auch die neue als Bibliothek, der Kommunikation von Menschen. Ein Aspekt, der die Transformation ungemein erleichterte und insbesondere im Eingang und der Treppenhalle gut erlebbar ist.“

während der Nachtzeiten sowie Print-on-Demand sind jetzt möglich. Ein modernes Dienstleistungsgebäude und ein Ort der Wissensvermittlung werden die rund eine Million Besucher pro Jahr in die Lage versetzen, im ehemaligen Grassimuseum den kompletten Service einer öffentlichen Bibliothek optimal zu nutzen.