Sanierung und Erweiterung Berufskolleg Gummersbach-Dieringhausen

Sanierung und Erweiterung Berufskolleg Gummersbach-Dieringhausen

Symbol des Aufbruchs

Transformation des Gebäudes in einen neuen, auf menschliche Bedürfnisse eingehenden Maßstab

ARCHITEKTEN
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ZUKUNFTSFÄHIGER AUFTRITT. Der turmartige Neubau mit dem zum Tal hin prägnant auskragenden Obergeschoss schafft ein weithin sichtbares Symbol des Aufbruchs einer ehemals betagt wirkenden Lehreinrichtung. Somit definiert er den neuen und zukunftsfähigen Auftritt des Berufskollegs.

Der sich in die Landschaft reckende  „Rüssel“ im dritten Obergeschoss beherbergt einen Konferenzraum für das 120-köpfige Lehrerkollegium sowie zugehörige Nebenräume und kann außerdem für schulische wie auch außerschulische Veranstaltungen genutzt werden. Gläserne Stege verbinden den 2.250 Quadratmeter großen Neubau mit dem Altbau. Gestalterisch wurde der Sockel des Neubaus im Zuge der energetischen Fassadensanierung mit dem Verwaltungstrakt des Bestandsgebäudes durch die Wahl einer einheitlichen Ziegelfassade zusammengefasst.

ZEITGEMÄSSE NEUINTERPRETATION. Ursprünglich bestand die Bauaufgabe vornehmlich darin, das bestehende Gebäude des Berufskollegs Gummersbach-Dieringhausen aus dem Beginn der 70er Jahre energetisch zu sanieren sowie für die insgesamt 3.100 Schüler zwölf weitere Klassen- und Fachräume zu schaffen. Dabei stellte sich jedoch die Frage, ob mit einem Budget von rund zehn Millionen Euro nicht wesentlich mehr erreicht werden müsste. Nämlich eine zeitgemäße Neuinterpretation und kraftvolle Erweiterung des offensichtlich sehr in die Jahre gekommenen Bestandsgebäudes mit seiner insgesamt über 400 Meter langen Betonfertigteilfassade.
 
Die Lösung dieser Bauaufgabe lag in einer den heutigen Anforderungen entsprechenden Transformation des großmaßstäblichen Gebäudes. Der zusätzliche Raumbedarf wurde durch einen an prominenter Stelle positionierten Neubau und durch eine Aufstockung abgedeckt.

FREUNDLICHES ERSCHEINUNGSBILD. Bei dem Bestandsgebäude wurden die bestehende Stahlbetonfertigteilfassade inklusive der Fensteranlagen demontiert, eine Schadstoffsanierung durchgeführt und die Fassade mit einer vorgehängten, hinterlüfteten Faserzementtafelfassade und neuen Fensteranlagen versehen. Neben den technischen Aspekten stand die Schaffungen eines neuen und auf menschliche Bedürfnisse eingehenden Maßstabs ebenso im Vordergrund wie das Kreieren eines freundlichen und zeitgemäßen Erscheinungsbildes.

AUSGEWÄHLTE, AN DIESEM BAUPROJEKT
BETEILIGTE FIRMEN:


DACHDECKERARBEITEN
Hofmeister Dach + Asphalt GmbH

TROCKENBAU
Dick & Olfert Trockenbau

PARKETTVERLEGUNG
Lang GmbH Raum und Idee

LEBHAFTES FARBSPIEL. Als architektonische Gestaltungsmittel wurden in Abhängigkeit von Gebäudeteil und Fassadenausrichtung die Stützenbekleidungen in unterschiedlichen Farbtönen und die Fassadenflächen aus bis zu drei alternierenden Grautönen je Abschnitt ausgewählt. Dabei wirkt das Gebäude auf jeder Fassadenseite von unten nach oben immer „leichter“.

FOTOS
ARCHITEKTEN FISCHER + FISCHER
Ingo E. Fischer Architekturfotografie

Im Sockelbereich wurden stets die jeweils dunkelsten Platten, im Bereich der Attika die jeweils hellsten verwendet. So ergibt sich über die Geschosse ein lebhaftes Farbspiel mit einem Verlauf von dunkel zu hell. Die Aufstockung lehnt sich gestalterisch an diese Vorgaben an.