Bauprojekt ROCHUS 1090 Wien

Bauprojekt ROCHUS 1090 Wien

Hervorhebung des Gastraums

Die Generalsanierung öffnete das Lokal zum Straßenraum hin

WIR SIND zeitlos und Zeitgeist, Café, Bar, Lounge, Wohlfühlzentrum im Neunten, Südterrasse, Geschäftsessen, Wiener Schanigarten, international, Lieblings-Treffpunkt, Brunch, kinder-, mama- und papafreundlich, entschleunigend, Party, Frühstück, Dein Team, Qualität, DEINE FREIZEIT.“

Bei der Planung des Projekts ROCHUS 1090 Wien wurde versucht, alle diese Anforderungen zu berücksichtigen und zu integrieren – ohne dabei die Idee einer einheitlichen architektonischen Linie zu vernachlässigen. So standen bei der Generalsanierung des bereits im 19. Jahrhundert entstandenen Cafes am Bauernfeldplatz in 1090 Wien vor allem die Verbindung der unterschiedlichen Ebenen und die Öffnung des Lokals hin zum Straßenraum im Vordergrund.

Söhne & Partner architekten
S&P Architekten ZT Gmbh

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VERBINDUNG DER EBENEN. Vor der Sanierung befand sich die Küche durch eine ungünstige Anordnung der Räume im Mezzanin, während der Gastraum ins Souterrain verbannt war. Und das veraltete, baufällige Stiegenhaus bot weder Platz für ein bequemes Vorankommen der Gäste, noch entsprach die Durchgangslichte der Bauordnung.

Mit dem Umbau des Stiegenhauses gelang eine markante Verbindung aller vier Ebenen (Erdgeschoss mit Souterrain und Erdgeschoss mit Mezzanin) sowie die Neuanordnung der Räume. So kam die Küche ins Souterrain, und im Gastraum kann man nun – Raucher oder Nichtraucher – die Aussicht über den Bauernfeldplatz genießen.

Im Großen und Ganzen handelt es sich dabei um die Hinterlandschaften der Bars mit den verspiegelten Säulen und Polsterwänden. Im Gegensatz dazu werden die Bars selbst und die vier Ethanolkamine im Raum durch die goldene Beschichtung der Oberflächen besonders hervorgehoben und in Szene gesetzt.

Doch der Gastraum im Mezzanin bietet nicht nur Kamine, Bars und Raucher- bzw. Nichtraucherbereiche, sondern auch eine Erhöhung gegenüber der Straße um ganze 2,40 Meter. Durch das Entfernen der Brüstungen und das Anbringen raumhoher Fenster erhält der Raum viel Luft und Licht und eine Öffnung zum Straßenraum hin.

Ein besonderes Element bei der Renovierung des Gebäudes war der seit 1913 bestehende Wintergarten. Anstatt diesen wegen seiner besonderen Baufälligkeit abzureißen, entschlossen sich die Söhne & Partner architekten, den Zubau zu erhalten und zu sanieren. Durch die Öffnung der Portale zu raumhohen Fenstern verbindet der Wintergarten nun nicht nur Innen- mit Außenraum, sondern auch die unterschiedlichen Niveaus des Lokals und bildet somit die zentrale Ebene des Gebäudes.

FOTOS
Severin Wurnig
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ENTMATERIALISIERUNG / VERGOLDUNG. Der Grundriss des eben erwähnten Gastraumes legt sich U-förmig um den Gebäudekern. Das rief die Idee hervor, diesen optisch mit Hilfe von dunklen Beschichtungen und Spiegeln zu entmaterialisieren.