Neubau Quartier 8 Kleine Horst in Hamburg-Ohlsdorf, Klein Borstel
FOTO: Jochen Stüber, Hamburg, www.objektfotografie-stueber.de

Neubau Quartier 8 Kleine Horst Hamburg-Ohlsdorf, Klein Borstel

Schmetterlings- und Stadthäuser, weiß geputzt und in rotem Backstein

KFW-40-Standard mit Geothermie und Erdwärmepumpe

ZWISCHEN 2 GRÜNRÄUMEN. Das Bebauungsgebiet Kleine Horst liegt im Hamburger Ortsteilbereich Klein Borstel / Hoheneichen. Es befindet sich zwischen den großen Grün- und Naherholungsräumen Alstertal und Ohlsdorfer Friedhof.

Als städtebauliches Leitmotiv dient die sich aus dem Nordring im Ohlsdorfer Friedhofspark generierende sanfte Drehung der einzelnen Teilquartiere. Ein nach Norden orientierter dreigeschossiger Bebauungsmantel definiert den weiten Raum im Westen und erzielt die notwendige Verdichtung und Raumbildung für den Quartiersplatz im Osten.

3 BÄUME IM MITTELPUNKT. Den östlichen Abschluss von Kleine Horst bildet das Quartier 8, welches mit den dreigeschossig anmutenden Stadthäusern eine bauliche Platzkante bildet. Der städtebauliche Charakter der angrenzenden Wohnbebauung wird im Hinblick auf die städtebauliche Ordnung, die Nutzungsstruktur, die Materialität und die Identität der öffentlichen Räume im Bebauungsgebiet Kleine Horst wieder aufgenommen.

Das Quartier 8 entwickelt sich um drei große Walnussbäume, die infolge ihrer Statur und ihres Alters unter Schutz stehen. Der zentrale innere Quartiersanger ist als Spielbereich für die Kinder konzipiert.

FOTO: RENNER HAINKE WIRTH
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BRÜCKEN ERSCHLIESSEN DIE HÄUSER. Durch die umlaufenden Regenmulden ist das Quartier 8 zu den im Norden und Westen liegenden Erschließungsstraßen hin gefasst. Brücken verbinden die Straße mit den Wegen und Gärten. Die Überbrückung der Mulden in den Zufahrtsbereichen bewirkt eine besondere Qualität der Erschließung der Häuser.

Das anfallende Regenwasser wird über eine vollständige Oberflächenentwässerung durch die Mulden in die nahegelegenen Rückhaltebecken zur natürlichen Versickerung eingespeist. Alle Häuser werden im KFW-40-Standard erstellt. Die Energieversorgung erfolgt in Form von Geothermie über eine Erdwärmepumpe.

WIE SCHMETTERLINGSFLÜGEL. Die schwingende Fassade und das leichte Dach der Schmetterlingshäuser erinnern in ihrer Anmutung an die aufgeschlagenen Flügel von Faltern. Die Freistellung der Gebäudeecken mit verglasten Erkern betont die Erkennbarkeit und Individualität des einzelnen Hauses und ermöglicht eine optimale Besonnung.

Die vorgelagerten, ebenerdigen Freiflächen sind sowohl zur Straßen- als auch zur Gartenseite hin orientiert. Im Staffelgeschoss hat jeder Individualraum eine kleine vorgelagerte Terrasse.

RENNER HAINKE WIRTH
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STÄDTISCHER CHARAKTER. Die Stadthäuser hingegen sind generell ost-west-orientiert und bilden die räumliche Begrenzungskante am Quartiersplatz. Der städtische Charakter der Gebäude wird erzielt durch die schmale Achse von sechs Metern, den kubischen Rhythmus und die steinerne Fassadenmaterial.  

Zur Straße hin zeigen sich die Wohnhäuser mit ihren vorspringenden Erkern einladend und städtebaulich prägnant. Die verglasten Ecken ermöglichen eine optimierte Besonnung. Eine geschützte Dachterrasse dient als zusätzlicher Freibereich zum Garten.

VERBINDENDE HOLZOPTIK. Der den Ort prägende rote Backstein und der weiße Putz des Umfeldes standen Pate für die Fassadengestaltung der beiden Hausvolumina. Sensibel fügt sich dabei die Bebauung des Quartiers 8 in seine Umgebung ein.

Die südlich gelegenen Schmetterlingshäuser sind überwiegend im WDVS weiß geputzt. Bei den Stadthäusern dominiert der rote Ziegel als Verblendmauerwerk zur Erschließungsstraße und zum Quartiersplatz im Norden.

Verbindendes Element aller Häuser und Schuppen, auch zu den anderen Baufeldern, sind die Holzoptik-Fassadenplatten mit einer dunklen, stark strukturierten Holzmaserung. Die wetterfesten Platten bekleiden alle eingeschnittenen Öffnungen wie beispielsweise die geschützt liegenden Eingangsbereiche und gestalten ein warmes, individuelles Wohnambiente.