Bauprojekt Praxis dermaSANA Karlsruhe

Bauprojekt Praxis dermaSANA Karlsruhe

Symbiose des Angenehmen mit dem Erforderlichen

Umbau und Erweiterung mit Form, Farbe und Licht sowie praktischer Strukturierung und Funktionalität

WOHLFÜHLAMBIENTE. Ehemalige Büroräumlichkeiten in Karlsruhe wurden für dermaSANA zu einer hautärztlichen Gemeinschaftspraxis mit integriertem Kosmetikinstitut umgeplant. Für das Architekturbüro bestand die Herausforderung darin, das Klischee einer Arztpraxis als kühlen und ungemütlichen Ort zu widerlegen und für Patienten wie für das Ärzteteam ein „Wohlfühlambiente“ zu schaffen, das Angenehmes mit Erforderlichem verbindet.

Die klare Trennung zwischen Arztpraxis und Kosmetikinstitut sollte auch konzeptionell in der Raumgestaltung ablesbar sein. Das wurde durch die Wahl unterschiedlicher Materialen und Farbkonzepte, die nebeneinander bestehen können, erzielt.

LICHTAKZENTUIERTER EMPFANG. Mit dem Zugang in die Praxisräume wird der Patient in einem lichtakzentuierten Anmeldebereich empfangen. Ein funktionales, L-förmiges Möbel trennt den stark frequentierten öffentlichen Bereich und den Personalbereich voneinander ab. Die moderne Form des Möbels wird durch den Kontrast zwischen hochglänzenden und natürlichen Holzflächen betont.

Klare Wege in der Grundrissstruktur führen den Patienten aus dem zentralen Bereich in die jeweiligen Funktionsräume. Die Wartezone wurde in zwei Bereiche untergliedert und dezentral angelegt.

BPLUSARCHITEKTUR
Björn Blindt Dipl.-Ing. (FH)
Freier Architekt

Rudolfstraße 19
D-76131 Karlsruhe
Tel. +49 (0)721 / 2045 30-0
Fax +49 (0)721 / 2045 30-1
info@bplusarchitektur.de
www.bplusarchitektur.de

Das Wechselspiel der Materialien – Eichenholz natur, Hochglanzflächen, Glas, helle Wandflächen sowie Grünakzente in Schriftzug und Dekoration – erzeugt ein harmonisches Raumgefühl. Bei den Lichtqualitäten wurde sowohl zwischen notwendiger und akzentuierter als auch zwischen direkter und indirekter Beleuchtung unterschieden. Zu den klaren Formen der Einbaumöbel schaffen die floral bedruckten Glastrennwände im Warteraum und im Kosmetikbereich einen angenehmen Kontrast.

GEMÜTLICHER HAUPTWARTEBEREICH. Zum Schutz der Privatsphäre ist der Hauptwartebereich bewusst von Anmeldung und Eingang abgelöst. Konsequent wurde er im entferntesten Raum platziert. Der natürliche Lichteinfall unterstützt die gemütliche und freundliche Atmosphäre.

FOTOS
BPLUSFOTOGRAFIE, Björn Blindt

Zum Verkürzen der Wartezeit steht den Patienten eine als Einbaumöbel geplante Getränketheke mit Kaffee und Wasser zur Verfügung. Eine eichenholzfurniergerahmte Wandnische bietet Sitzmöglichkeiten.

Ein zentriertes, freistehendes, hochglanzlackiertes Möbel gliedert den Wartebereich. Auf diese Weise wird eine zusätzliche, mehrseitige Bestuhlung auf farbakzentuierten Objektmöbeln oder Barhockern ermöglicht.

ZUSÄTZLICHE KURZWARTEZONE. Darüber hinaus ist direkt vor den Sprechzimmern in der Wandnische zwischen den Einbaumöbeln eine Kurzwartezone eingerichtet. Sie wird für den kontinuierlichen Arbeitsablauf im täglichen Betrieb benötigt.

Als Blickfang und Wiederholungselement findet sich im Kurzwartebereich ebenfalls ein massiver Eichenholzfurnierrahmen. Er hebt sich aus der ansonsten zurückhaltenden Möbelwand hervor.

POSITIVE RESONANZ. In den Sprechzimmern selbst entschied man sich angesichts des vorherrschenden Platzmangels, einen Einbauschrank in einen Wanddurchbruch zu integrieren, der von beiden Seiten bedienbar ist. Auch dort taucht der Eichenholzrahmen als Wiederholungselement auf und setzt die klare Formensprache fort.

Das Ärzteteam: „Wir und unser gesamtes Team fühlen uns in der neuen Praxis ausgesprochen wohl. Formen, Farben und Lichtspiel sowie die praktische Strukturierung und Funktionalität der einzelnen Bereiche erlauben uns ein angenehmes Arbeiten. Die positive Resonanz unserer Patienten hat uns dennoch überwältigt und sehr gefreut.“