Neubau Werkstatt- und Verwaltungsgebäude in Frankfurt am Main
FOTO: © Helen Schiffer, Frankfurt am Main

Neubau Werkstatt- und Verwaltungsgebäude in Frankfurt am Main

Das Grünflächenamt – ein neuer Stadtbaustein

Ausgezeichnet mit DGNB Platin und zertifiziert als Passivhaus

EIN GEBÄUDE FÜR ZWEI ÄMTER. Entlang des Gleisvorfeldes nördlich vom Frankfurter Hauptbahnhof haben das Grünflächenamt und das Amt für Straßenbau und Erschließung der Stadt Frankfurt ihr neues Amtsgebäude bezogen. Der von der Groß & Partner Grundstücksentwicklungsgesellschaft und der Lang & Cie. Real Estate entwickelte Neubau vereint Werkstätten und Verwaltung erstmals an einem zentral gelegenen Standort.

schneider+schumacher
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Als Auftakt einer neu entwickelten parallelen Erschließung zur Mainzer Landstraße auf einem äußerst schmalen Grundstück konzipierte schneider+schumacher einen ergänzenden Stadtbaustein, der nicht in jeder Perspektive seine wahre Länge offenbart und trotzdem die bestehende Hinterhofstruktur des Viertels räumlich neu begrenzt. Aus dem vorbeifahrenden Zug betrachtet, gliedert die rhythmisch hervor- und zurückschwingende Fassade im Zusammenspiel mit dem Schattenwurf des markanten Dachrandes das in seiner Kubatur eher einem „liegende Hochhaus“ gleichende Gebäude. In der Betrachtung des Besuchers aus dem nördlichen Straßenraum dagegen wirkt die Länge ganz bescheiden, und es verschieben sich die horizontalen Bänder zu einem lebendigen Wechselspiel. Die robuste Sockelfassade der Werkstätten aus Klinker und Betonfertigteilen, ein schützender Dachrand ebenfalls in Beton: Die Materialien wurden entsprechend der Funktion bewusst gewählt.

FOTO: © schneider+schumacher
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FOTO: © Wolfgang Günzel, Offenbach

AUSGEWÄHLTE, AN DIESEM BAUPROJEKT
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DREI VERTIKALE ERSCHLIESSUNGSKERNE. Konsequent wird die schmale Bauform auch im Inneren des Hauses räumlich fortgeführt. Windfang, Eingangshalle und Treppenhäuser sind meist lang und immer bescheiden schlank.

Drei vertikale Erschließungskerne mit den dienenden Funktionen der angrenzenden 400 Quadratmeter Büroflächen unterteilen das Haus und ermöglichen eine auch zukünftig flexible Nutzung. Der an die Eingangshalle angegliederte mittlere Erschließungskern mit seinem über alle Geschosse verbindenden Luftraum und seinen massiven Brüstungsbändern der Fassade entsprechend ist für den öffentlichen Besucherverkehr konzipiert.

Die zweigeschossigen Werkstätten in der Sockelzone mit jeweils direktem Zugang zum Betriebshof beinhalten die Fachbereiche Waschstraße, Bagger, Maschinen, Schlosser, Schreiner, Maler- und Lackierer, Lager. Eine Kantine sowie die stützenfreien Schulungs- und Besprechungsräume im obersten Geschoss bieten Raum für Kommunikation und Erholung.

FOTO: © schneider+schumacher

Unter anderem die Dachterrasse mit Flugdach bietet Ausblick auf die Stadt, das heterogene Umfeld und ist der Rückzugsort für die „Bewohner“ des Hauses. Das Gebäude erhielt 2015 die DGNB-Auszeichnung in „Platin“ und wurde als „Passivhaus“ zertifiziert.

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