Neubau Unternehmenszentrale Fraport AG Frankfurt am Main

Neubau Unternehmenszentrale Fraport AG Frankfurt am Main

Konzipiert mit Blick auf die Zukunft

Ausgezeichnet mit dem DGNB Zertifikat in Gold

NACHHALTIG UND EFFIZIENT. Das Gebäude 178 der Unternehmenszentrale der Fraport AG befindet sich am Flughafen Frankfurt östlich von Tor 3 und ist Teil des sog. „Zentralbereichs“, ein Areal zwischen Terminal 1 und Terminal 2, welches durch den Hugo-Eckener-Ring begrenzt wird.

Aufgabe war es, die Bestandsgebäude des „Baufelds H“ durch einen zeitgemäßen siebengeschossigen Neubau mit Tiefgarage zu ersetzen und dabei die Grundstücksausnutzung zu optimieren. Das Gebäude kann sowohl vom öffentlichen als auch vom Betriebsbereich aus genutzt werden.

AS&P - Albert Speer & Partner GmbH
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Der Entwurf von AS&P sah ein Gebäude vor, dessen Erschließung von Westen und Osten über einen zentralen Zugangsbereich erfolgt. Dieser erlaubt die flexible Zuordnung des Gebäudes zu beiden Bereichen, ohne bauliche Maßnahmen durchführen zu müssen.

Auch die Zufahrten zur Tiefgarage sind so angeordnet, dass die Erschließung unabhängig von beiden Bereichen erfolgen kann. In der Tiefgarage, die Platz für 300 Stellplätze liefert, gibt es zehn Ladestationen für Elektroautos. Dort kann der Ertrag abgezapft werden, der über die Photovoltaikanlage an der Südfassade gewonnen wird.

Gemäß den Anforderungen an Nachhaltigkeit und Effizienz erzeugt das Gebäude niedrige Betriebs- und Nutzungskosten. Gleichzeitig bietet es einen hohen Nutzerkomfort.

VORBILD FÜR ANDERE GEBÄUDE DER FRAPORT AG. Der architektonische Entwurf für die neue Unternehmenszentrale der Fraport AG ist aus einem Architekturwettbewerb hervorgegangen, den die AS&P – Albert Speer & Partner GmbH gegen starke Konkurrenz gewann. Schon bei diesem Wettbewerb stand der Standort des Gebäudes direkt an der Grenze des sogenannten Betriebsbereiches des Frankfurter Flughafens im Fokus, insbesondere in Verbindung mit der Maßgabe, das Gebäude entweder zu einem Bestandteil des gesicherten Betriebsbereiches machen oder es ganz oder teilweise durch Dritte zu nutzen zu können.

Als neue Konzernzentrale erhielt das Gebäude ein zentrales Atrium, das durch Verbindungsstege überbrückt und so über alle Geschosse belebt ist. Diese Atrium erlaubt eine Erschließung des Gebäudes von Norden und Süden.

Zusätzlich wurde ein prominenter Westeingang geschaffen, der sich durch ein Einschneiden in die ansonsten sehr lineare Westfassade deutlich zeigt.

Ein Kissendach, das durch den Verzicht auf eine Glaskonstruktion konstruktiv sehr leicht und daher transparent gestaltet werden konnte, gibt den Blick auf den Himmel und die vorbeiziehenden Flugzeuge frei.

Diese Anforderung, die der Zukunftsfähigkeit des Gebäudes geschuldet ist, hat Auswirkungen auf die Erschließung und die städtebauliche Ausrichtung des Hauses. Neben dieser organisatorischen Aufgabe ist die unmittelbare Nähe zum Vorfeld des Flughafens gleichermaßen atmosphärische Chance und technische Herausforderung. Dem Blick auf die Flugzeuge und auf die Bewegungen auf dem Vorfeld steht der Umgang mit den Immissionen des Flugbetriebes und der nahen Autobahn und Schnellbahnstrecke gegenüber.

Das Gebäude ist bereits mit Blick auf die zukünftige Entwicklung des sogenannten Zentralbereiches des Flughafens konzipiert. Diese ist im Moment nur in Ansätzen erkennbar, wird aber zukünftig Auswirkungen auf die Ausrichtung dieses und anderer Gebäude haben.

Eine zusätzliche technische Herausforderung bildete die Integration eines großen Regenrückhaltebeckens im Untergrund, das aufgrund seiner Wichtigkeit für die Infrastruktur des Flughafens nicht verändert werden konnte und zusätzliche konstruktive Maßnahmen erforderte. Für die Lastabtragung eines relevanten Teils des Gebäudes mussten so im Untergrund zusätzliche Tragelemente errichtet werden.

AUSGEWÄHLTE, AN DIESEM BAUPROJEKT
BETEILIGTE FIRMEN:


TGA-, MEDIENTECHNIK- UND
SICHERHEITSTECHNIKPLANUNG
agn Niederberghaus & Partner GmbH

Die beiden flankierenden Bürotrakte bieten entsprechend der Vorgaben der Fraport AG überall eine gleichwertige Arbeitsplatzqualität und -atmosphäre. Die Stege dienen der informellen Kommunikation der Mitarbeiter und sind daher nicht nur als Verkehrswege ausgelegt. Über Aufzüge und Treppen erfolgt auch die vertikale Erschließung stets über diese Stege, an deren Ende jeweils speziell gestaltete Kommunikationszonen mit Teeküche und Coffee Point angeordnet sind. Diese sind in zwei Varianten ausgebildet. Bewusst ist die eine Variante offener und auf die Halle ausgerichtet gestaltet, die andere dagegen introvertierter. Damit werden verschiedenen Kommunikationsbedürfnissen und Gesprächssituationen die passenden Räume geboten.

Der besondere Fokus auf eine selbstverständliche informelle Kommunikation ist Bestandteil des neuen Arbeitsplatzkonzeptes der Fraport AG, das in der Unternehmenszentrale erstmals umgesetzt ist. Das Gebäude und seine Innenausstattung haben Vorbildcharakter für andere Gebäude der Fraport AG. Daher wurden die Mitarbeiter als spätere Nutzer intensiv in die Planung und Umsetzung einbezogen. Auch wesentliche Teile der Farb- und Materialauswahl erfolgten zusammen oder in sehr enger Abstimmung mit Nutzervertretern.

Doch das Gebäude wirkt nicht nur nach innen, sondern vertritt mit seinen klaren Linien und seiner hochwertigen Architektur die Unternehmenswerte der Fraport AG auch nach außen. Insbesondere mit seiner Fassade setzt es einen starken Akzent in seinem Umfeld, ohne dieses zu dominieren.

Für AS&P sind die Aspekte der Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit immer wichtige Grundanforderungen an die eigenen Projekte. Die Fraport AG teilt diese Zielsetzung, und so wurde diesen Aspekten eine hohe Priorität eingeräumt. Das Gebäude wurde daher von Beginn an auf eine Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) ausgelegt und erhielt auf der Expo Real 2013 dann auch das bestmögliche Zertifikat in Gold.

Durch eine konsequente Kosten- und Terminplanung auf Planer- und Bauherrenseite wurden die Kosten- und Terminziele vollständig erreicht. Dies gelang, obwohl durch die Einbindung der Nutzervertreter ein zusätzlicher Abstimmungsprozess zu integrieren war.

Schon aus der Ferne sticht das Fraport Gebäude hervor, besticht durch seine ansprechende Fassade bei Tag und – angenehm beleuchtet – bei Nacht. Das weite, hohe, atemberaubende Atrium, mit ungewohnter Leichtigkeit schwebende Treppen, eine offene, innovative Küchenzeile und, last but not least, die noble Vorstandsetage mit hochwertigen Möbeln, feinstem Holz, dezenter Beleuchtung und modernem, abgerundetem Design – wer hier arbeiten darf, ist angekommen.

FOTOS
Uwe Dettmar
Werrastraße 2
Frankfurt am Main
Tel. +49 (0)69 / 7756 16