Neubau Schwimmhalle Großer Dreesch Schwerin

Neubau Schwimmhalle Grosser Dreesch Schwerin:

Die Ostsee steht Pate für die Gestaltung.

Die Farben des Wassers, der Sonne, des Sandes und der Wälder erzeugen sommerliche Badeatmosphäre.

ATTRAKTIVES ANGEBOT. Schwerin, die „Stadt der sieben Seen und Wälder“, liegt im Westen des Landes Mecklenburg-Vorpommern am Südwestufer des Schweriner Sees. Auch wenn der Beiname auf eine Zeit zurückgeht, als Schwerin noch von weitläufigen Wäldern umgeben war, so lässt ein Blick auf die Landkarte erkennen, dass die Nähe zum Wasser die Charakteristik und den besonderen Charme der Hauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns ausmacht.

Mit der neueröffneten Schwimmhalle Großer Dreesch wurde aus den beiden in die Jahre gekommenen Hallenbädern Lankow und Großer Dreesch ein modernes und funktionales Bad errichtet. Ein Bad, das den Interessen von Wassersportlern, Schulklassen, Vereinsgruppen sowie Familien durch ein attraktives und sportliches Angebot gerecht wird.

FUNKTIONALE HÖHENSTAFFELUNG. Der Entwurf der Bauconzept® Planungsgesellschaft mbH als Generalplaner für das Schwimmbad Großer Dreesch folgt der städtebaulichen Kante des ursprünglichen Schwimmbades im „schönsten Neubaugebiet der DDR“. Das Gebäude ist durch eine Höhenstaffelung in seine Funktionen gegliedert.

BAUCONZEPT®
PLANUNGSGESELLSCHAFT MBH

Bachgasse 2
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Tel. +49 (0)3720 4 / 670-0
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Den Gebäudeauftakt bildet der niedrige Teil des Baukörpers mit einem großen Einschnitt, dem Eingang. Die sich daran anschließenden Bereiche staffeln sich entsprechend ihrer Funktionen bandartig in die Höhe.

ANGENEHMES FARBSPEKTRUM. Die zurückhaltende Farbgestaltung der Fassade, ein dunkles Anthrazit, unterstützt die Form des Baukörpers. Diese wird durch umlaufende, blaue Streifen unterbrochen.

Die Innenraumgestaltung der Schwimmhalle assoziiert das Farbspektrum der nahe gelegenen Seen und Wälder sowie der Ostsee. Die Farben Blau für das Wasser, Gelb für die Sonne, Beige für den Sand und Grün für die Wälder dominieren in den einzelnen Bereichen des Bades und grenzen diese durch gesetzte Leitfarben visuell voneinander ab.

FREUNDLICHER EMPFANG. Vom großzügigen Windfang des Schwimmbades betritt man durch den an der Südfassade gelegenen Haupteingang das Foyer, welches die Badegäste mit Sitzmöglichkeiten zum Verweilen und Einblicke in den Schwimmhallenbereich begrüßt. Eine Automatengastronomie sowie barrierefreie Besucher-WCs sind in den Wartebereich eingebunden.

Der Personalbereich, ausgestattet mit Büro-, Pausen- und Umkleideräumen, befindet sich im rückwärtigen Bereich der Eingangszone. Diese Positionierung im Gebäude realisiert kurze Wege des Personals sowie eine flexible Einsetzbarkeit.

GROSSZÜGIGER UMKLEIDEBEREICH. Vom Kassenbereich gelangen die Badegäste zu den Föhnplätzen und über den Stiefelgang zu den an der Ostseite des Schwimmbades gelegenen Umkleiden. Diese umfassen 14 Einzelumkleiden, eine Familien- und eine behindertengerechte Umkleide sowie vier Gruppenumkleiden, die für den Schulschwimmunterricht sowie für die Vereine vorgesehen sind.

In 219 gelb-grünen Garderobenschränken, wovon drei barrierefrei erreichbar sind, können Kleidung und Wertgegenstände verstaut werden. Über den Barfußgang gelangt man im weiteren Verlauf in den Sanitärbereich mit je zwei Duschräumen pro Geschlecht und einer barrierefreien Dusche.

WETTKAMPF- UND FAMILIENBEREICH. Das Kernstück der Schwimmhalle gewährt den Besuchern einen zweiseitigen Ausblick auf die Außenanlagen der Schwimmhalle. Ein Wechsel aus massiven und offenen Flächen sorgt für ein spannendes Raumgefüge.

Eine Verglasung mit öffenbaren Trennwänden trennt den wettkampfgerechten Schwimmerbereich (Kategorie C nach DSV) mit seinen sechs 25-m-Bahnen vom Familienbereich mit Planschbecken und dem Mehrzweckbecken, das aufgrund der ansteigenden Wassertiefe von 1,35 Meter bis 1,80 Meter für Schwimmkurse und Gesundheitssport flexibel nutzbar ist. Zudem sind die Beckenumgänge im Nichtschwimmerbereich so konzipiert, dass eine ausreichende Fläche für Liegestühle zur Verfügung steht.

Von einem in der Mitte der Badehalle gelegenen separaten Kubus hat der Schwimmmeister den Überblick auf alle Becken. In einem zweiten Kubus auf derselben Höhe befinden sich zwei Duschmöglichkeiten, ein separater Wickelraum mit Ausrichtung zum Familienbereich sowie ein Schwimmgerätelager.

FITNESS- UND RUHERAUM. Im nördlichen Teil der Schwimmhalle befindet sich eine Räumlichkeit, die sowohl von der Schwimmhalle als auch durch einen separaten Eingang betretbar ist und als Gymnastik- oder Fitnessraum verwendet werden kann. An diesen Bereich gliedert sich eine separate WC-Anlage an.

Ein Mehrzweckraum im Obergeschoss bietet die Möglichkeit zur Nutzung als Ruhe- oder auch Konferenzraum. Von der Loggia hat man einen freien Blick auf den Schweriner See.

BARRIEREFREIE GELÄNDEMODELLIERUNG. Im Zuge des Neubaus wurde eine Geländemodellierung für eine barrierefreie Erreichbarkeit der Schwimmhalle sowie die Erneuerung der Bodenbeläge notwendig. Eine Wegeführung, welche sich aus den vorhandenen Höhenunterschieden heraus entwickelt, gliedert den Freibereich. Der großzügige Vorplatz strukturiert die Fläche vor der Schwimmhalle durch 54 Fahrradstellplätze und ausreichende Sitzmöglichkeiten sowohl in der Sonne als auch im Schatten.

Durch die Lage in der Bernhard-Schwentner-Straße gegenüber dem Dreescher Markt ist die Schwimmhalle gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Für die Badegäste, die mit dem PKW eintreffen, stehen 45 neu gebaute Parkplätze, davon zwei behindertengerecht, zur Verfügung.

HARMONISCHE LANDSCHAFTSARCHITEKTUR. Die Freianlagen wurden auf dem gesamten Gelände neu angeordnet. Außenraum und Neubau bilden sowohl in der farblichen als auch strukturellen Gestaltung eine Einheit.

Die Passage zur Westfassade ist mit Zierkirschen und rosa Staudenpflanzungen gesäumt. Sie treten mit der grauen Fassade in spannungsreiche Korrespondenz.

Die westliche und östliche Grenze des Grundstücks ist von Birken und Kiefern gerahmt. Sie stehen teils in Reihen und teils in lockeren Gruppen.

Die Rasenflächen sind mit Solitärsträuchern aufgelockert. Am Parkplatz gepflanzte Wildrosen und Weiden komplettieren die leichte Gestaltung der typisch mecklenburgischen Wiesenlandschaft.

AUSGEWÄHLTE, AN DIESEM BAUPROJEKT
BETEILIGTE FIRMEN:


EDELSTAHLBECKEN
e.s.m. Edelstahl- Schwimmbad-
und Metallbau GmbH

Kunstseidenstraße 3
D-01796 Pirna
Tel. +49 (0)3501 / 4666-0
Fax +49 (0)3501 / 4666-11
info@esm-pirna.de
www.esm-pirna.de

FOTOS
Rüdiger Eichhorn, Berlin
www.fotoeichhorn.de

SPARSAMER ENERGIEVERBRAUCH. Die Schwimmhalle wird über eine Fernwärmestation mit einer Leistung von 745 kW versorgt. Als zusätzlicher Wärmeerzeuger kommt eine Luftwärmepumpe zum Einsatz.

Die für die Wärmeverteilung eingesetzten Umwälzpumpen sind hocheffizient. Sie unterschreiten bereits jetzt die europaweit geforderten Werte.

Um Wärmeenergie zu substituieren, wurde auf dem Dach des Foyers eine Solarthermieanlage mit 39 Röhrenkollektoren installiert. Die Wärmemenge der Solaranlage wird, soweit nicht unmittelbar benötigt, in Pufferspeichern zwischengespeichert.