Neubau Holzwohnbau Seestadt Aspern D12

Holzwohnbau Seestadt Aspern D12

Lärchenfassade mit auskragenden
Loggien und Balkonen

Die serielle, lineare Grundstruktur der Wohnanlage bietet große Flexibilität
in der Anordnung verschiedenster Wohnungstypen

ABWECHSLUNGSREICHES RAUMERLEBNIS. Im südöstlichen Teil der Seestadt Aspern steht auf dem Bauplatz D12 eine Wohnanlage mit insgesamt 213 Wohnungen und acht Geschäften. Die Bauteile sind durch nord-süd laufende verglaste Laubengänge in drei Reihen miteinander verbunden.

Ausgehend von der Stadtkante, bieten die drei Erschließungsstränge ein abwechslungsreiches Raumerlebnis, welches durch die Abfolge von lichtdurchfluteten Treppenhäusern, Innengängen und offenen Laubengängen mit angedockten Gemeinschaftsterrassen entsteht. Die serielle, lineare Grundstruktur bietet große Flexibilität in der Anordnung verschiedenster Wohnungstypen und ermöglicht so eine gute Durchmischung der Bewohnerstruktur.

Das Gebäude gliedert sich in Tiefgarage und sieben Bauteile mit vier bis sieben oberirdischen Geschossen. Die starke Gliederung der Baukörper erzeugt einen südorientierten, lebendigen Freiraum, der abwechslungsreiche Blickbeziehungen ermöglicht.

Berger+Parkkinen Architekten ZT-GmbH
Schönbrunner Straße 213–215
A-1120 Wien
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querkraft architekten zt gmbh
Börseplatz 2
A-1010 Wien
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Fax +43 (0)1 / 5487 711-44
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ZENTRALER INNENHOF. Der Innenhof als halböffentliche Zone ist das gemeinsame Herz der Anlage. Es ist an die Fußgängerzone angebunden und wird von den Gemeinschaftsräumen im Erdgeschoss umspült.

Die Ränder der Erdgeschosszone werden durch einen zweigeschossigen multifunktionalen Ring gebildet. Er nimmt gewerbliche Nutzungen, Wohnraumergänzungsflächen, Gemeinschaftsräume und Atelierwohnungen auf.

Die drei Meter von der Straße abgerückten Maisonette-Einheiten in der Sockelzone schaffen Raum für verschiedenste Nutzungsoptionen. Ein fließender und reversibler Übergang von Büro bis Wohnnutzung ist möglich.

TERRASSEN UND WIESENHÜGEL. Terrassen in Flügelform sowie Wiesenhügel bilden eine organische Landschaft. Terrassen ragen in die Hofmitte, um die Höfe zu beleben. Hügel, Bäume und kleinkronige Heister bieten Sichtschutz für die privaten Terrassen.

FOTOS
© hertha hurnaus
| berger+parkkinen | querkraft

HEIMISCHES HOLZ. Das Betonskelett ermöglicht eine freie Bespielbarkeit der Fassade und eine dauerhafte Flexibilität der Grundrissgestaltung. Alle Schächte sind in einer klaren Nebenraumzone neben der Erschließung konzentriert. Durch die zentrale Anordnung des Versorgungsschachtes wird eine geschossweise Spiegelung der Wohnungstypen ermöglicht.

Das Fassadenbild ist durch auskragende Fertigteil-Loggien und -Balkone strukturiert, ein freies Fassadenspiel entsteht. An den Fassaden kam das Material Holz als Lärchenschalung für die dämmenden Außenwände zum Einsatz.

Die Holzfertigteilwände wurden unter Verwendung von heimischem Holz, Holzwerkstoffen und dem Dämmstoff Steinwolle qualitätsgesichert im Werk vorgefertigt. Durch diesen hohen Vorfertigungsgrad und die schnelle Montagebaustelle konnte die Belastung der Umwelt auch durch Verringerung von Lärm und Staub sowie Abgasen minimiert werden.

Die Durchwegung der Hügellandschaft ist dezent gehalten, damit kein Durchgangsraum entsteht. Treffpunkte und Kleinkinderspielplatz sind an den Knotenpunkten vor Eingangsbereichen oder Waschküchen angeordnet.

BEGEGNUNGSRAUM UND JUGENDSPIELPLATZ. Die aktive Zone der Wohnsiedlung ist Begegnungsraum und Jugendspielplatz. Holzobjekte und -flächen sind frei verteilt, wie Steine eines Canyons.

Die Holzverkleidung entlang der Rampenwände wächst stellenweise aus der Vertikale und bildet schräge Flächen zum Anlehnen oder Klettern. Große horizontale Flächen verbinden sich mit der Wand und bilden Liege- bzw. Nutzflächen.

Die Fassadengliederung wird punktuell als Bodenmarkierung weitergeführt, verdichtet sich in den Eingangsbereichen und gliedert die Geschäftsvorzone mit Straßenmöbeln wie Bänken, Leuchten, Radständern, Stehbar oder Hinweistafeln. Dies führt zu einer Belebung der Geschäftsvorzonen mit zum Beispiel Gastgärten. Erhöhte, nicht eingezäunte Staudenbeete und Rasenstreifen vor den Atelierwohnungen bilden einen Pufferbereich, mit großzügigen Ausschnitten als Zugang oder Aufenthaltsflächen.