Neubau Halle 90B Volkswagen AG Wolfsburg

Neubau Halle 90B der Volkswagen AG Wolfsburg

Der größte Neubau auf dem
Gelände des VW-Konzerns

Das neue Herzstück für die Entwicklung der Elektromobilität

LEUCHTTURMPROJEKT KREATIVER VERNETZUNG. Schon von weitem ein starkes Zeichen: Auf dem Werksareal der Forschungs- und Entwicklungsabteilung (F/E) der Volkswagen AG in Wolfsburg hat RKW ein Gebäude realisiert, das nicht nur Qualitäten als Landmarke besitzt. Vielmehr sind es auch die „inneren Werte“, die die Halle 90B zu einer besonderen Immobilie machen – einem jüngsten Beispiel für eine ganz grundsätzliche RKW-Philosophie bei der Entwicklung und Gestaltung von Forschungsbauten.

Ihr Prinzip ist einfach, einfach umzusetzen ist es jedoch nicht: Forschung ist Begegnung und permanenter Dialog von Menschen. Wer Technologieforschung betreibt, sollte also vor allem auf Menschen setzen, die aus unterschiedlichsten Fachbereichen kommen, verschiedenste Kompetenzen mitbringen und sich in einer kreativen Atmosphäre treffen. Konkret hieß das für den Kunden Volkswagen, dass ein Gebäude geschaffen wurde, in dem die Entwicklerteams der Elektronik-Entwicklung nun räumlich konsolidiert werden, die vorher über das Werksareal verstreut gearbeitet hatten.

 

SEITENBLICKE SIND ERLAUBT. Im Inneren setzen sich diese Versprünge fort. Entlang eines über die ganze Gebäudelänge durchgehenden Luftraums, der Magistrale, entsteht eine sich nach oben öffnende Terrassenlandschaft mit optimaler Belichtung der innenliegenden Büroflächen.

Noch wichtiger aber: Schon die räumliche Struktur sorgt für spannende Sichtbeziehungen und gestärkte Verbindungen zwischen einzelnen Funktionseinheiten. Seitenblicke in alle öffentlichen Bereiche sind dort erlaubt und werden unterstützt.

AUFTAKT DES E-CAMPUS. Die Halle 90B ist das neue Herzstück für die Entwicklung der Elektromobilität bei Volkswagen – und der größte Neubau auf dem Gelände des Automobilkonzerns. Das Gebäude beherbergt das Zentrum für Elektrik- und Elektronikkompetenz und bildet damit den neuen Auftakt des sogenannten  E-Campus.

Lang und schmal ist die lineare Gebäudeform, die das Grundstück mit einer Größe von 145 mal 35 Metern optimal ausnutzt. Dafür lässt das Bauwerk jeweils doppelstöckige Versprünge kaskadenartig und optisch spektakulär nach Norden und Westen auskragen.

RKW
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KOOPERATION MIT KURZEN WEGEN. Maßgeblich für den Entwurf ist eine hohe horizontale wie vertikale Vernetzung der Labore und Prüfstände mit den Büros der Entwickler. Deren Anordnung orientiert sich an der Kooperationsdichte untereinander.

Die Besprechungsräume sind – ebenfalls im Zeichen größtmöglicher Vernetzung – zentral um die Treppenhäuser und die Halle angeordnet. So fällt die Orientierung leicht, und die Wege sind so kurz wie möglich.

AUSGEWÄHLTE, AN DIESEM BAUPROJEKT
BETEILIGTE FIRMEN:

 
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KOMMUNIKATIVES KOMPETENZZENTRUM. Endgültig zum offenen und kommunikativen Kompetenzzentrum wird die Halle 90B jedoch durch die innere Halle, welche die ganze Länge des Gebäudes durchzieht und alle Bürogeschosse miteinander verbindet. Sie beginnt im zweiten Obergeschoss, liegt sozusagen auf den beiden darunterliegenden Werkstatt- und Prüfstandsgeschossen auf.

Die Erschließung der Magistrale erfolgt, neben den fünf Treppenhäusern und der zentralen Aufzugsanlage im Süden, mittels einer 17 Meter langen Rolltreppe und einer repräsentativen Treppenanlage, dem sogenanntem Wolf. Beide stellen die direkte und unmittelbare Anbindung an das Herz der F/E im Westen her.

In der Magistrale sind unter anderem die Kantine, die Cafeteria, das AMI-Labor, Besprechungsräume und die Poolarbeitsplätze auf direktem Weg erschlossen. Mit ihrer ungehinderten Offenheit in der Länge und Höhe des Gebäudes und durch ihre Funktion als soziale Hauptschlagader verkörpert die Magistrale die Grundidee des Gebäudes: Hier ist Raum für Begegnungen und Austausch – nicht nur zwischen Profis verschiedener Disziplinen, sondern ganz einfach auch zwischen Menschen.

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AUTOMOBILSPEZIFISCHE ELEMENTE. Zusätzliche Elemente des Gebäudes sind automobilspezifisch: Über Schleusen in der Nordfassade können PKWs in das Werkstattgeschoss einfahren und per Lastenaufzug etwa in die Labor- und Hallenebene transportiert werden. Die Labor- und Prüfstandsfläche ist dank ihres linearen Anordnungsprinzips flexibel aufteilbar und verfügt über große Übersichtlichkeit.

MIT SELBSTVERSTÄNDLICHER LEICHTIGKEIT. So setzt das Gebäude in seiner Gesamtheit die Aufgabe des Schaffens neuer Verbindungen mit einer selbstverständlichen Leichtigkeit um. Die Architekten von RKW konnten dort ihr Know-how aus vielfältigen Bauprojekten für Technologieunternehmen aus Automobilbranche, Luftfahrtindustrie oder Elektronik-Hightech einbringen und wiederum zu etwas Neuem weiterentwickeln.

Als Leuchtturmprojekt verinnerlicht die Halle 90B die neue Auffassung von Kreativität durch Vernetzung und entwickelt daraus ihre Stärken. Sie ist eine Antwort auf die Herausforderungen einer neuen Wissensgesellschaft.