Neubau GreenWell Conference and Coaching Centre Hohe Wand

Neubau GreenWell Conference and Coaching Centre Hohe Wand

Die Architektur fokussiert die Natur

Symbiose zwischen Landschafts- und Gebäudetopografie

DRAMATIK DES STANDORTS. Aufgabe war es, ein mittleres Konferenz- und Coachingcenter für multinationale Firmen zu planen mit dem Ziel, das Auge auf die Natur und den Standort Hohe Wand zu lenken. Die in die Topografie des Geländes gebetteten Baukörper des GreenWell Conference and Coaching Centre stehen für eine Architektur, die sich der Landschaft und den Menschen widmet.

Die Ausformung der Architektur stellt eine Symbiose zwischen Landschaft- und Gebäudetopografie her. Die Dramatik des Standorts wird durch die Wechselwirkung von gegenüberliegenden Gebäuden – Gästehäuser, Konferenzhaus, Herrenhaus, Stadel –, von Nah- und Fernblick, von Enge und Weite betont.

VISUELLES LANDSCHAFTSERLEBNIS. Mit dem Betreten der Anlage beginnt das visuelle Landschaftserlebnis. Die Funktionsanordnung in mehreren Gebäuden ermöglicht die Bespielung des Gesamtareals und integriert die Bestandsgebäude in die Konfernezanlage.

Die Anordnung der Baukörper und ihrer Glieder stellt die Gleichwertigkeit zwischen Wiese, Bergland und der Hohen Wand her und ermöglicht differenzierte und vielzählige Sichtbezüge zur Bergwelt und zur Landschaft. Sowohl beim Gang zu den Gästezimmern über die Laubengänge als auch im Innenraum steht der Besucher und Nutzer stets in Kontakt zur Natur und dem Gelände.

Die Einbindung des Entwurfes in die umgebende Landschaft und in das vorgefundene Gelände spielt eine zentrale Rolle. Durch die Aufnahme der vorherrschenden Geländetopografie in die Baukörperausformung – die Anpassung der Gebäude und der Dachneigung sowie Rampen – wird die Wahrnehmung des Geländes widergespiegelt. Ein weiteres Merkmal des Entwurfes ist die Verfremdung der vorgefundenen Dachform der lokalen Architektur und damit auch der Bestandsgebäude – dem Satteldach – in eine moderne Formensprache mit zum Landschaftsraum öffnenden Gauben.

cp architektur
Architekt Christian Prasser

Nestroyplatz 1/1
A-1020 Wien
Tel. +43 (0)1 / 9690 66-0
Fax +43 (0)1 / 9690 66-1
atelier@cp-architektur.com
www.cp-architektur.com

Die Außenraumgestaltung nimmt mit ihren Wegeführungen nicht nur die Topografie auf, sondern verbindet die einzelnen Funktionsbereiche miteinander. Unberührte Übergangszonen – Wiesen, Obsthaine und Feldwege – sollen den vorgefundenen Charakter der Landschaft wahren.

Der dezente Einsatz von Materialien – weiße Holz-Vertikallamellen, weißes Wellblechdach, beigegraue Holz-Horizontallamellen und Betonrampen – verstärken den schwebenden Charakter der Gebäude in Symbiose zur fließenden Landschaft. Dabei nimmt die Verwendung von Holz den Bezug zum traditionellen Baustoff der Umgebung auf.

FOTOS
© Philipp Kreidl, Wien, Österreich
www.ateliers.at

MODERNE TECHNIK. Fenster und Türen sind in Holz- und Holz-Aluminium mit einer Zwei-Scheiben-Wärmeschutzverglasung ausgeführt. Zur Gewährung eines durchgängigen Bauteilprinzips ist der gesamte Dachraum als Warmdach realisiert.

Zur Vermeidung sommerlicher Überwärmung erfolgt die Verschattung der Fenster des Beherbergungsgebäudes durch Vordächer und auskragende Decken. Fenster und Fenstertüren des Konferenzgebäudes sind mit innen- und außenliegenden Verschattungssystemen ausgeführt. Zur Verbesserung des Raumklimas sind sämtliche Boden- und Geschossdecken in Nassestrich hergestellt.

AUSGEWÄHLTE, AN DIESEM BAUPROJEKT
BETEILIGTE FIRMEN:


HAUSTECHNIKPLANUNG
HTB-PLAN
Haustechnik Planungs GmbH

Der Gebäudekomplex wird von einer Pellets-Zentralheizung mit Wärme versorgt – ausschließlich über Fußbodenheizung. Die Warmwasserbereitung erfolgt dezentral über sogenannte Wohnungsstationen im Durchlaufprinzip. Als Wärmeträger wird das Heizungswasser der Pelletsheizung verwendet.

Die Räume sind über öffenbare Fenster oder mechanisch be- und entlüftet. Die mechanischen Lüftungsanlagen sind mit Wärmerückgewinnung sowie mit Heiz- und Kühlregistern zur Luftvorwärmung ausgestattet.