Neubau Einfamilien-Haus mit TCM-Arztpraxis in Purgstall

Neubau Einfamilien-Haus mit TCM-Arztpraxis in Purgstall

Offenes Raumkonzept bei
Wahrung der Privatsphäre

Gesundes Gesamtkunstwerk für Bewohner, Patienten und Umwelt

ÖFFENTLICH UND DOCH PRIVAT. Ein offenes Gebäudekonzept bei Wahrung der Privatsphäre war der gestalterische Spagat, den POPPE*PREHAL ARCHITEKTEN beim Einfamilien-Haus im niederösterreichischen Purgstall ästhetisch umgesetzt haben. An das moderne Wohnhaus schließt sich eine Arztpraxis für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) an – helle, offene Räume erfreuen Patienten und Bewohner. Obwohl das Ordinationsgebäude direkt an das Wohnhaus anschließt und der Garten im Zentrum zwischen beiden Einheiten liegt, wurde das Ensemble so geplant, dass der private Bereich der Bewohner von den Patienten nicht eingesehen werden kann.

POPPE*PREHAL ARCHITEKTEN
ZT GmbH

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Beim Wohnbereich der Familie liegen die Schlaf- und Kinderzimmer sowie Bad- und Saunabereich im Obergeschoss. Ein weitläufiger, offener Wohn-, Ess- und Küchenbereich sowie Technikräume sind im Erdgeschoss des nicht unterkellerten Gebäudes untergebracht. Für das Wohlbefinden der Patienten sorgt die harmonische, ruhige Atmosphäre im Wartezimmer und in den beiden Behandlungsräumen des Ordinationstraktes.

HOLZBAU WEISS IN WEISS. Hell und freundlich präsentiert sich der Holz-Massivbau, außen weiß verputzt, innen Holz in Sichtqualität weiß lasiert. Die Türen fügen sich Ton in Ton weiß lasiert harmonisch ein, ebenso der helle Boden des Wohnbereichs in Ahorn Blanche. Aus hygienischen Gründen wurde in den Patientenbereichen ein fugenloser Boden verlegt - ästhetisch für das Auge, robust und praktisch.

Für großzügige Tageslichtverteilung sorgen lang gezogene, großteils innenbündig sitzende Fensterbänder, spektakulär auch eingearbeitet in der signifikanten, langgestreckten Rundung beim Ordinationsbereich. Einen warmen Willkommensgruß stellen die rot lasierten Holzverkleidungen beider Eingangsbereiche dar.

FOTOS
Walter Ebenhofer, Steyr

NIEDRIGENERGIEHAUS. Gerade die TCM sieht im freien Fluss der Energie durch den Körper eine wesentliche Grundlage für Gesundheit und Wohlbefinden. Im Körper und in den Räumen soll die Energie frei und ungehindert fließen können. Dies spiegelt sich in der freien, hellen, offenen Gestaltung wider.

Technisch stand bei dem Bau auch die Frage der Energieeffizienz im Vordergrund. So wurde der Bau als Niedrigenergiehaus ausgeführt, geheizt wird mittels Sole/Wasser-Wärmepumpe. Eine kontrollierte Wohnraumlüftung sorgt für angenehmes Raumklima. „Alles in allem ein gesundes Gesamtkunstwerk für Bewohner, Patienten und die Umwelt,“ freut sich der Architekt Helmut Poppe über die elegante Lösung der Anforderungen.