Neubau Einfamilien-Haus in Imst

Neubau Einfamilien-Haus in Imst

Pure und poetische Anmutung
des Baus an diesem Ort

Am Grundstück wie gewachsen verwurzelt, ohne es gravierend zu verändern

DEM WALD NAHEKOMMEN. Das Grundstück in einem Neubaugebiet oberhalb der Tiroler Kleinstadt Imst war mit einem – wegen des felsigen Untergrundes kargen – Föhrenwald bewachsen. Dieser wurde im Zuge der Erschliessung des Gebietes leider komplett entfernt.

AUSGEWÄHLTE, AN DIESEM BAUPROJEKT
BETEILIGTE FIRMEN:


DACHDECKER-, SPENGLER-
UND GLASERARBEITEN
Spenglerei Perwög GmbH

Nicht zuletzt als Reaktion darauf hat das Architekturbüro Madritsch Pfurtscheller für die Bauherrenfamilie einen kleinen Holzturm entworfen. Er will in seiner Anmutung und Durchgestaltung dem verlorenen Wald nahekommen.

MADRITSCH PFURTSCHELLER
Anton-Rauch-Straße 18/5
A-6020 Innsbruck
Tel. +43 (0)512 / 5823 7-0
Fax +43 (0)512 / 5823 7-7
r.madritsch@aon.at
www.madritschpfurtscheller.at

EINFACH, KARG UND ROH. Die Nassräume und die gesamte Möblierung sind hineingestellt und den unterschiedlichen Bereichen direkt zugeordnet. Geheizt wird das Haus mit einem zweigeschossigen Kachelofen. Der erdgeschossige Innenraum wird durch eine grosse Holzterrasse, eigentlich mehr eine Aussichtsplattform, nach außen erweitert.

Dieser rigorose Ansatz führt zu geringen Kosten, zu atmosphärisch dichten Räumen, zu einfachen und einfach ausführbaren Details, zur puren und poetischen Anmutung des Bauwerkes an diesem Ort. Das Haus reagiert metaphorisch auf die entwaldete Umgebung: daher Holz, daher schmal und hoch, daher so einfach, karg und roh wie möglich – am Grundstück wie gewachsen verwurzelt, ohne es gravierend zu verändern.

EIN STAPEL HOLZRÄUME. Ein halbes Untergeschoss als Zugang birgt auch die Technik. Darüber stapeln sich drei Holzräume, verbunden und getrennt durch die geschlossene hölzerne Wendeltreppe.

Diese drei grundrisslich identen Räume sind Versuchsanordnungen. An ihnen ist exemplarisch ablesbar, was sich durch die Variation der Belichtungen, der Aussichten, der Möblierungen, der Raumhöhen, der Raumabschlüsse, der Aus- und Zugangsmöglichkeiten verändert.

FOTOS
Wolfgang Retter, Lienz