Neubau Allgemeines Verfügungszentrum der Universität Siegen

Neubau Allgemeines Verfügungszentrum der Universität Siegen

Positionierung der Verwaltung
an den Puls des Geschehens

Die Uni wird als sozialer Lebensraum erfahrbar

NEUE ENTREESITUATION FÜR DEN CAMPUS. Als verbindendes Element lenkt das neue Verfügungszentrum die Besucher auf das zentrale Nord-Süd-Erschließungsband der Universität Siegen und bildet mit seinem sechsgeschossigen Kopfbau die neue Entreesituation für den Campus. Das prädestinierte, jedoch schwierig gelegene Grundstück vor dem Universitätsgebäude, auf dem sich vorher der Hauptparkplatz befunden hatte, bot sich für die Realisierung des 17-Millionen-Euro-Projektes geradezu an und vervollständigt baulich das zentrale Erschließungsband nach Norden.

STÄRKUNG DER GEMEINSCHAFT. Wie die beiden anderen Türme der Universität ragt der Kopfbau des neuen Gebäudes als Landmarke in die Umgebung, doch im Gegensatz zum Bestand handelt es sich nicht um Treppenhäuser, sondern um ein Bürohochhaus, in dem sich das Büro des Rektors befindet. Genau dies war ihm bei der Umsetzung des Projektes besonders wichtig: die Nähe zum universitären Leben. Durch die Positionierung der Universitätsverwaltung an den Puls des Geschehens sind seine Mitarbeiter für die Dozenten und Studenten unkompliziert erreichbar. Das stärkt die Gemeinschaft untereinander und macht die Uni als sozialen Lebensraum erfahrbar.

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Köln

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2 NEUE FREIRÄUME. Der niedriger gelegene Teil des Verfügungszentrums formt durch seine mäandrierende Form zwei neue Freiräume mit unterschiedlichen Charakteren. Ein repräsentativer Vorplatz im Norden öffnet sich zum Landschaftsraum nach Osten, während ein erholsamer Gartenhof im Süden sich zur begrünten Umgebung nach Westen öffnet. Verbunden werden die beiden Räume durch einen überdachten Platz. Er bildet sich unter dem Brückenschlag des dem Geländeverlauf folgenden zwei- bzw. dreigeschossigen Baukörpers und des sechsgeschossigen Kopfbaus und beginnt mit großzügig nach Süden ausgerichteten Sitzstufen.

KOSTENGÜNSTIG UND ÄSTHETISCH. Die in einem Raster angeordneten Fensterbänder mit einer flächenbündig eingebauten Elementfassade prägen das Erscheinungsbild des Gebäudes. Dadurch wurde eine rationelle Abwicklung in der Serienfertigung ermöglicht, und die kostengünstige Produktion wird gleichzeitig einem hohen gestalterischen Anspruch gerecht. Dies überträgt sich auch auf das Ausbauraster: Die flexible Nutzungsanordnung erlaubt ein hohes Maß an Flexibilität.

STAFFELUNG DES GEBÄUDES. Der zentrale Zugang befindet sich auf dem Vorplatz im Norden, über dem man auf direkten Weg das Atrium des Rektoratsturms betritt. Auf der Empfangsebene ordnet sich nach Süden der Senatssaal mit Blick in den Gartenhof.

AUSGEWÄHLTE, AN DIESEM BAUPROJEKT
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Die Fachbereichsebene wird erschlossen über eine am Fuße des Gebäudes beginnende Treppenanlage am südlichen Zugang. Da sich das Gebäude nach Süden hin ab staffelt, kann man den Geländeverlauf im Inneren anhand der durch offene Treppen verbundenen Ebenen wahrnehmen.

SCHWEBENDE SPRINTERTREPPEN. Der Nordturm öffnet sich nach Innen durch ein mehr als zwanzig Meter hohes Atrium mit großzügigen Dachfenstern. Prägend sind die förmlich schwebenden Sprintertreppen zwischen den Geschossen, dessen grasgrüne perforierte Metallgeländer mit der Brüstung eine Einheit und ein identitätsstiftendes Gestaltungsmerkmal bilden. Die Vertikalerschließung erfolgt durch fixe Treppenhauskerne an den Ecken des Gebäudes, die aber nur im Innenraum als massive Körper in Erscheinung treten.

ZENTRALE WÄRMEVERSORGUNG. Zusätzlich zum außenliegenden Sonnenschutz ist jedes Büro mit einem innenliegenden Blendschutz ausgerüstet. Mit einer tageslichtgesteuerten Beleuchtung kann Strom eingespart und ein Maximum an Tageslicht genutzt werden. Das Gebäude ist an die zentrale Wärmeversorgung auf dem Campus angeschlossen. Durch eine Nachtauskühlung über die in den Fensterbändern angeordneten Lamellenelemente wird der sommerliche Wärmeschutz gewährleistet.

Das Hochschulmodernisierungsprogramm ermöglichte den Bau des neuen Allgemeinen Verfügungszentrum der Universität Siegen. Das Bauvorhaben, bei dem in einem vorgeschalteten Architektenwettbewerb das Kölner Architekturbüro V-Architekten sich durchgesetzt hatte, wurde an einen Generalunternehmer vergeben, bei dem Vervoorts & Schindler Architekten die Oberbauleitung und die Qualitätssicherung übernahm.

FOTOS
© Vervoorts & Schindler Architekten