Bauprojekt Musikpavillon Bad Ischl

Bauprojekt Musikpavillon Bad Ischl

2 Ellipsen als
organische
Grundform

Puristisch in Material und Konstruktion

IN DES KAISERS NEUEN GÄRTEN. Unter dem Motto “Des Kaisers neue Gärten” stand die OÖ Landesgartenschau 2015 in Bad Ischl. Der dazu eröffnete Musikpavillon präsentiert sich ebenfalls im neuen Kleid.

Geplant wurde der Pavillon von TWO IN A BOX Architekten aus Ottensheim in Oberösterreich. Nach einem gewonnenen Wettbewerb und einer intensiven kurzen Planungsphase wurde der Pavillon im Kurpark der Kaiserstadt errichtet.

TWO IN A BOX - ARCHITEKTEN
ZIVILTECHNIKER GMBH

Hostauerstraße 33 a
A-4100 Ottensheim
Tel. +43 (0)7234 / 84862
Fax +43 (0)7234 / 84862-13
architekten@twoinabox.at
www.twoinabox.at

PRÄZISION BIS INS DETAIL. Die beiden geschäftsführenden Architekten, Christian Stummer und Andreas Fiereder, setzen sich seit Jahren mit allen Aspekten des modernen Holzbaus auseinander. Das macht sich für dieses außergewöhnliche Projekt bezahlt.

Rund siebzig Kubikmeter des einheimischen nachwachsenden Holzrohstoffes wurden verbaut. „Dabei wurde Wert darauf gelegt, Design und Architektur zu verbinden. Das ist durch die präzise Detailausführung durch eine ortsansässige Holzbaufirma bestens gelungen,“ so Andreas Fiereder.

SCHALLFÖRDERNDE NEIGUNG. Die elliptische Grundform des Pavillons ergibt sich aus der städtebaulichen Situation im Kurpark und fügt sich harmonisch in den Bestand ein. Der Bühnenzugang für die Künstler entsteht aus einer zweiten Ellipse, die tangential an die Hauptellipse anschließt.

Für eine möglichst günstige Schallausbreitung wurde eine nach hinten geneigte Dachform für das Hauptdach gewählt. Die Dynamik der Grundform wird dadurch noch unterstrichen.

HOLZ ÜBER KIES. Die organische Grundform verlangte eine sehr puristische Herangehensweise, was Material und Konstruktion betrifft. In Anlehnung an die Umgebung wurde der Musikpavillon als Holzkonstruktion geplant.

Die Konstruktion in Weißtanne sitzt auf einem, quasi unsichtbaren, Betonsockel. Der Sockel, der in den Schatten der aufgesetzten Holzkonstruktion verschwindet, ermöglicht es dem Pavillon, über der Kiesfläche zu schweben, und betont die Leichtigkeit der Konstruktion.

FOTOS
Simon Bauer