Bauprojekt Museum Liaunig Neuhaus in Kärnten

Bauprojekt Museum Liaunig Neuhaus in Kärnten

Große Erweiterung mit Beziehung nach außen

Neu hinzugekommen sind der Wechselausstellungsbereich, die Glas- und die Miniaturensammlung
sowie der Skulpturengarten

PRIVATE KUNSTSAMMLUNG. Das Museum Liaunig in der Kärntner Gemeinde Neuhaus beherbergt die umfangreiche private Kunstsammlung des Industriellen Herbert Liaunig. Fernab aller urbanen Zentren zieht das Gebäude Menschen an und erlaubt kontemplativen Kunstgenuss.

querkraft architekten zt gmbh
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WETTBEWERBSAUSLOBUNG 2006. Bei Planung und Bau wurde ein minimaler Budgetrahmen eingehalten. Dabei wurden niedrigste Betriebskosten ermöglicht.

AUSGEWÄHLTE, AN DIESEM BAUPROJEKT
BETEILIGTE FIRMEN:


LICHTKUPPELN
LICHTKUPPELN & RWA-ANLAGEN
GmbH

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ERÖFFNUNG 2008. Aus Kostengründen und zur Optimierung des Energiekonzepts liegen 95 Prozent der Kubatur unterhalb der Erde. Der Aushub wurde auf dem Grundstück verteilt.

Die Besucher betreten das Museum über das großzügige Schaudepot, den "Weinkeller der Kunst". An zentraler Stelle erreicht man die helle Haupthalle.

Als Gegenpol zur kontemplativen Kunstbetrachtung finden die Gäste dramaturgische Höhepunkte durch die intensive Fokussierung auf die Landschaft. Niemals entsteht der Eindruck, sich unter der Erde zu befinden.

KLEINE ERWEITERUNG 2010. Der Bauherr konnte überzeugt werden, auf eine freistehende Halle am Waldrand zu verzichten, die er zum Abstellen von Geräten und zur Lagerung von Skulpturen nutzen wollte. Stattdessen wurde mittels effizienter Schalungstechnik aus dem Gärungsbehälterbau ein kegelförmiger Raum betoniert, der sich in der Landschaft als kleiner Hügel abzeichnet. Ursprünglich als nicht öffentlicher Abstellraum errichtet, wurde der sakrale Raum bald als Ausstellungsraum für Skulpturen genutzt.

DENKMALSCHUTZ 2012. Bereits vier Jahre nach der Eröffnung wurde das Museum unter Denkmalschutz gestellt. Damit handelt es sich um das jüngste Bauwerk Österreichs, das als schützenswert eingestuft wurde.

FOTOS
© querkraft architekten – lisa rastl

GROSSE ERWEITERUNG 2015. Drei Jahre darauf wurde die bereits in der ursprünglichen Wettbewerbsauslobung angedachte Erweiterung vorgenommen. Neben zusätzlichen Depotflächen und dem Skulpturengarten wurde – direkt beim Eingangsbereich – der Wechselausstellungsbereich angefügt. Ein langer unterirdischer Gang bindet nun auch das Skulpturendepot an. Im Anschluss an die Goldsammlung wurden eine Glas- und eine Miniaturensammlung unterirdisch angeordnet, die über eine lange Rampe erschlossen sind.

Bei sämtlichen Maßnahmen lag ein Hauptaugenmerk darauf, Beziehungen nach außen zu ermöglichen. So wurden punktuelle Oberlichter, ein Glasportal am Ende des langen Ganges sowie die Schaffung eines dreieckigen Atriums wichtige Aspekte des Konzepts. Der Wechselausstellungsbereich ist durch die Einbeziehung der Bibliothek in Form einer eingeschobenen Galerie von 500 Quadratmetern Ausstellungsfläche auf 700 Quadratmeter frei gespannter Decke optisch vergrößert und dadurch dramatisiert.