Bauprojekt MRT-Labor der PTB Berlin

Bauprojekt MRT-Labor der PTB Berlin

Modernes Labor in historischer Forschungsstätte

„Abtauchen“ unter aufgefalteter begrünter Dachfläche ins MRT-Labor
im ehemaligen „Quarzuhren-Keller“ des „physikalischen Parks“

AM OBSERVATORIUM. Das neue Labor für Magnetresonanztomographie (MRT) ist Teil des „physikalischen Parks“ der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Berlin-Charlottenburg. Es liegt in der Blickachse zwischen dem Observatorium als ältestem Physiklabor der Welt und dem Siemensbau als Hauptgebäude auf dem Stammgelände. Wissenschaftler von Weltrang – wie Albert Ein- stein – hatten das Gelände sowohl für Experimente als auch zur Erholung genutzt.

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Der MR-Tomograph liegt gut abgeschirmt unter der Erde im ehemaligen „Quarzuhren-Keller“, der dem Untergeschoss des historischen Observatoriums vorgelagert ist. Dort war für das Deutsche Reich mit einer Quarzuhr (dem Vorläufer der aktuell in Braunschweig installierten Atom-Uhr) zentral die Zeit gemessen worden.

Eine aufgefaltete begrünte Dachfläche ist Teil des Parks und bildet den skulpturalen Eingang des Labors: Das “Abtauchen” wird ablesbar.

NATÜRLICHE BELICHTUNG UND BELÜFTUNG. Besucher, Probanden und Mitarbeiter betreten den Neubau über eine dem Observatorium zugewandte Eingangshalle. Alle Räume liegen auf der abgesenkten Ebene und werden über einen geneigten Lichthof natürlich belichtet und belüftet.

Die Blicke öffnen sich zum Observatorium und zu den alten Bäumen des „physikalischen Parks“. Die Glasfassade mit flächenbündigen Pressleisten und die Stützenverkleidung aus poliertem Edelstahl unterstützen mit Ihrer spiegelnden immateriellen Erscheinung die Dynamik der aufgefalteten Dachkonstruktion aus Sichtbeton.

FOTOS
Werner Huthmacher, Berlin