Bauprojekt Max Aicher Arena Inzell

Bauprojekt Max Aicher Arena Inzell:

Wie eine weiße Wolke schwebt das Dach
über dem Stadion.

World Sport Building of the Year.

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(Projektarbeitsgemeinschaft)

EIN MAXIMUM AN FLEXIBILITÄT FÜR TRAINING UND WETTKAMPF. Die bayrische Gemeinde Inzell war Austragungsort der Eisschnelllauf-Weltmeisterschaften 2011. Aus diesem Anlass, aber auch in Hinblick auf den späteren Normalbetrieb, sollte das spektakulär am Fuß der Alpen liegende bestehende Eisstadion der Gemeinde modernisiert und in Max Aicher Arena umbenannt werden.

Um optimale Wettkampfbedingungen zu bieten, wurde die Eisschnelllaufbahn, bisher eine Außenanlage, mit einem dynamisch geformten, weithin erkennbaren Dach versehen. Die neue Halle bietet ein Maximum an Flexibilität sowohl für den Trainingsbetrieb als auch für Wettkämpfe mit bis zu 7.000 Zuschauern.

FOTO: David Matthiessen

INTELLIGENTES ENERGIE-, TAGESLICHT- UND RAUMKLIMAKONZEPT. Die ca. 200 mal 90 Meter große Halle ist als in sich geschlossenes Bauwerk mit einer im Innenraum stützenfreien Konstruktion geplant. Mit einem intelligenten Energie-, Tageslicht- und Raumklimakonzept ist sie für einen wirtschaftlichen und nachhaltigen Betrieb ausgelegt.

FOTO: David Matthiessen
FOTO: Meike Hansen - www.archimages.de

Eine besondere Rolle kommt dabei dem Dach zu – einer Fachwerkkonstruktion aus Holz und Stahl, die raumseitig mit einem textilen Kälteschirm ausgerüstet ist. Über große Öffnungen im Dach lenkt dieser diffus Tageslicht in den Innenraum. Leicht, transparent und hell, scheint das Dach wie eine Wolke frei über der Halle zu schweben.

DIE TRIBÜNE ALS MODELLIERTER TEIL DER LANDSCHAFT. Eine Tribüne aus Stahlbeton bietet Platz für Zuschauer und erscheint als modellierter Teil der Landschaft. Die umlaufende Glasfassade als „Fuge“ zwischen Dach und Landschaft bietet optimale Ausblicke auf die Bergkulisse und den Zwingsee. Gleichzeitig ermöglicht sie von außen Einblicke in den Innenraum.

In den Außenanlagen südlich der Eisbahn wurden Parkplatzflächen rückgebaut, so dass sich die Uferwiesen des Sees zur neuen Halle hin ausbreiten können. An dieser südorientierten Lage liegt auch der große Besucherbalkon mit schönem Blick auf den See und in die Halle.

Die Bestandsgebäude wurden in das Gesamtkonzept eingebunden, energetisch saniert und zum Teil baulich ergänzt. Hier sind Bürobereiche für die Stadionleitung und den Trainerstab sowie Werkstätten und Garagen für die Eisbereitungs-Fahrzeuge untergebracht. Unter dem Eingangsbereich liegen – für Besucher der Halle unsichtbar – die Technikzentralen und der großzügige Umkleidebereich.

AUSGEZEICHNET BEIM WORLD ARCHITECTURE FESTIVAL 2011 IN BARCELONA. Der Lohn für das funktional und optisch gelungene Design: die Auszeichnung als World Sport Building of the Year beim World Architecture Festival 2011 in Barcelona.

FOTO: Göran Pohl