Bauprojekt Kleiner Tiergarten und Ottopark in Berlin

Erneuerung einer historisch wertvollen Parkanlage

Gehölzinseln und Sitzkiesel als Charakteristika

BEHUTSAME WEITERENTWICKLUNG. Der sogenannte Kleine Tiergarten entstand Mitte des 17. Jahrhunderts – als Ausgleich für Teile des Großen Tiergartens, die dem Ausbau Berlins zur Residenzstadt zum Opfer gefallen waren. Mehrfach verändert und im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, erhielt der Park Anfang der sechziger Jahre seine jetzige Gestalt.

Nach Jahren der Vernachlässigung sowie der Über- und Fehlnutzung war eine zeitgemäße Neugestaltung des 6,4 Hektar großen Kleinen Tiergartens und des Ottoparks überfällig. Die formale und räumliche Ausprägung der Planung von Wilhelm Alverdes wurde herausgearbeitet und im Rahmen einer behutsamen Umwandlung weiterentwickelt.

Latz + Partner
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UNTERSCHIEDLICHE AUFASTUNGEN. Der dichte Gehölzrand, überwiegend aus Pionierarten bestehend, wurde gezielt aufgelockert. Die auf diese Weise gebildeten Gehölzinseln charakterisieren den  Rand des Parks. Als scheinbar durchlaufender Heckenkörper verbinden sie die einzelnen Parkteile und verflechten sie mit dem umgebenden Stadtraum.

Die erhaltenen Bestandsbäume an den Parkrändern wurden unterschiedlich hoch aufgeastet. Der grüne Filter unterstützt die abwechslungsreiche Raumbildung der Gehölzinseln, deren Kanten von den steinernen Bändern neuer Bänke nachgezeichnet werden.

GROSSZÜGIGE PERSPEKTIVEN. Wie die inselartigen Randhecken hat ein ähnlich geformtes neues Element, das in allen Parkteilen vorkommt, hohen Wiedererkennungswert: Es sind die „Sitzkiesel“ – organisch geformte Spiel- und Sitzsteine, die historischen Möblierungselementen zugesellt werden.

AUSGEWÄHLTE, AN DIESEM BAUPROJEKT
BETEILIGTE FIRMEN:

KUNST- UND KLETTERFELSEN
Tarkus IngenieurSanierung GmbH

FOTOS
Ornella Orlandini
www.ornellaorlandini.it

Im Inneren des Parks wurden die vitalen alten Bäume erhalten, der übrige Bewuchs zurückgenommen. Licht und Wärme kommen in den Park, großzügige Perspektiven entstanden und weite Rasen- und Splittflächen können multifunktional genutzt werden.

Die komplexe Programmierung hat zum Ziel, die unterschiedlichen Nutzungsinteressen der Besucher in adäquaten und sicheren Räumen zu verwirklichen.