Bauprojekt Kita Kaitzer Strasse Dresden

Bauprojekt KiTa Kaitzer Strasse Dresden

Umstrukturierung schuf Platz
für neue, helle Räume

Sanierung des Gebäudes aus den 1950er Jahren

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HAUS FÜR KINDER. Das Gebäude wurde Anfang der 1950er Jahre als Wochenheim für Kinder in der Dresdner Südvorstadt errichtet – teils unter Weiterverwendung von Kellerruinen zerbombter Wohnhäuser. Erd- und Obergeschoss wurden zeittypisch aus Ziegeln erstellt und mit sparsamen Putz- und Werksteinelementen in der Fassade gegliedert.

Auf der Gartenseite enstanden großzügige Terrassen- und Loggienanbauten. Sie galten damals in der Erziehung als essentieller  Bestandteil der Gesundheitshygiene („Licht, Luft und Sonne“). Tatsächlich erfreuen sie sich trotz ihres inzwischen baufälligen Zustandes bis heute großer Beliebtheit als geschützte Außenspielflächen.

Die Einrichtung wurde seit ihrer Errichtung durchgehend als Haus für Kinder betrieben. Erst ab den 1990er Jahren fanden kleinere Teilsanierungen statt: Erneuerung der Bäder und der Heizung, Umstellung von Kohle auf Gas, Aufarbeitung von Fenstern und Türen, Anbau einer gartenseitigen Fluchttreppe, Trockenlegung und Erneuerung der Regenwasserabführung in Zisternen.

40 PLÄTZE ZUSÄTZLICH. Im Jahr 2011 hatte der Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen eine weitere Investition in die Bausubstanz der Kita Kaitzer Straße geplant: den Ersatz der stark baufälligen Kastenfenster und den Austausch der größtenteils schlecht schließenden Innentüren. Es folgten Überlegungen, die Fenster nicht einfach nur auszutauschen, sondern eine großzügige Transparenz zur umliegenden Natur zu schaffen, um mit viel Licht und Grün die Kleinteiligkeit der Gruppenräume aufzulösen. Um eine künftige Fassadendämmung zu ermöglichen, wurden die neuen Fensterelemente nicht in die traditionellen Anschläge verbannt, sondern außen auf den vorhandenen Rohbau gesetzt und anschließend umdämmt.

Mit der neuen Strukturierungen des Gebäudes, Raumzusammenlegungen, Verbindungen, erweiterten Öffnungen und der besonderen Fenstermontage entstand eine Großzügigkeit, die es erlaubte, weitere Kinder (40 Plätze) in die Einrichtung aufzunehmen. Zusätzlich zu der vormals geplanten Erneuerung von Fenstern, Fassade und Innentüren konnte nun ein innerer Umbau unter Erhaltung von Teilbeständen zur Unterbringung von insgesamt 148 Kindern finanziert und geplant werden.

Besonders die Umgestaltung des Untergeschosses – ein Mosaik aus Küche, Abstellräumen, Sauna und Lagerräumen – war eine Herausforderung. Die verstreut und dysfunktional gelegenen Küchenräume mit langen Flurstrecken konnten räumlich optimiert und konzentriert werden. Die Abstell- und Lagerräume wurden entkernt und neu organisiert. Für die Verwaltung wurden moderne Büros und Personalräume geschaffen. Die neue Strukturierung machte Platz für neue Räume wie den Mehrzweckraum und den Speiseraum, die den Kindern jetzt zusätzlich zur Verfügung stehen.

NOTWENDIGE SANIERUNGSMASSNAHMEN. Im Zuge der begonnenen Bauarbeiten wurden gravierende Mängel aus der Altsubstanz sichtbar, die behoben werden mussten. So war der gesamte Estrich aus den 50er Jahren – ein Steinholz-Estrich – stark zersetzt und schadstoffbelastet und musste flächendeckend ausgetauscht werden.

Ebenso waren die Abdichtungsarbeiten aus der vorherigen Sanierung so mangelhaft, dass zu einem Komplettrückbau und Neuaufbau der Abdichtungen einschließlich  der Gebäudedrainage und der Ableitung der Regenentwässerung geraten werden musste. Es folgte der Komplettrückbau der Bäder wegen technischer sowie brandschutztechnischer Mängel.

Diese zusätzlich notwendigen Sanierungsmaßnahmen stellten eine finanzielle wie auch bauablauftechnische Herausforderungen dar. Durch eine sorgfältige Planung und Bauleitung in Zusammenarbeit mit dem Nutzer und dem Bauherrn konnte den Kindern ein pädagogisches Gebäude übergeben werden – mit neuen, großzügigen und hellen Räumen für Bewegung, gemeinsames Essen, Kochen und Spielen sowie Ruhezonen auf neuen Spielpodesten.

FOTOS
Matthias Haker
Österreicher Straße 26
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