Bauprojekt Kinder-Tagesstätte der Immanuel-Gemeinde Bremen

Bauprojekt Kinder-Tagesstätte der Immanuel-Gemeinde Bremen

Weiterentwicklung einer der Nutzung entsprechenden Maßstäblichkeit

Kindgerechter und energiesparender Um- und Anbau

ABLESBARE FUNKTIONEN. Der vom Architekten Carsten Schröck im Jahr 1966 entworfene evangelische Kindergarten der Immanuel-Gemeinde Bremen besteht aus vier nebeneinander gestaffelten Gruppenräumen mit Satteldach und Einzelhauscharakter. Verbunden sind diese untereinander und mit den weiteren Räumlichkeiten durch eine niedrig gehaltene Halle in Stahlbetonskelettbauweise.

Als Materialien herrschen Sichtmauerwerk und im Innern Beton vor. Der Entwurf besticht durch die Ablesbarkeit der Funktionen nach außen und innen und durch seine der Nutzung entsprechenden Maßstäblichkeit.

hübschen | knigge
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ENTFALTETE ENTWURFSIDEE. Der Eingang zur Halle blieb am gleichen Ort. Es wurde ein Windfang mit Sauberlaufzone hergestellt.

Die Gruppenräume wurden durch Anbauten zum Waller Grünzug um die überdachte Terrasse und einen sich dort anschließenden boxartigen Anbau auf fünfzig Quadratmeter erweitert. Differenzierungsräume sowie der Mitarbeiterraum fanden in einem Anbau im kleinen Hof im Norden Platz. Die Differenzierungsräume sind durch eine Mobilwand verbunden.

MÖGLICHE U3-NUTZUNG. Die Kindertagesstätte umfasst drei Kindergruppen und eine U3-Einrichtung, wobei die U3 zunächst auch als Kindergruppe genutzt wird. Für eine spätere U3-Nutzung wird eine Trennwand zum Schlafraum gezogen und die Spielebene entsprechend geändert. Die Spielebenen in den Gruppenräumen waren vorhanden und blieben erhalten.

Die Waschräume wurden am gleichen Ort modernisiert. Ein Behinderten-WC und die notwendigen Einrichtungen zur U3-Nutzung wurden integriert.

AUSGEWÄHLTE, AN DIESEM BAUPROJEKT
BETEILIGTE FIRMEN:

ZIMMERERARBEITEN
Bauhof Büppelmann GmbH

TROCKENBAU-AKUSTIKBAU
Tlemcani GmbH

FOTOS
Carsten Heidmann, Bremen

GEPLANTE GROSSKÜCHE. Es wurde eine Großküche für einhundert Essen geplant. Die Anlieferung erfolgt über den Hof direkt in das Lager.

Da die Fenster zum Norden dem Anbau weichen mussten, wird die Halle durch drei Dachaufbauten mit vertikaler Verglasung belichtet und belüftet. Entgegen dem anfänglichen Konzept, die bewährten Waschbetonplatten in der Halle beizubehalten, wurde eine neue, gedämmte Sohle mit Beschichtung eingebaut.

VERBESSERTE DÄMMUNG. Das Tragwerk für die vorhandenen Gebäudeteile wurde kaum verändert. Die Neubauteile werden in Holzrahmenbauweise mit Holzfassaden errichtet.

Neue Gebäudeteile wurden nach neuester EnEV hergestellt. Die Dämmung des Gebäudebestands wurde überall dort verbessert, wo das möglich war: bei Fenstern und Türen, Dachflächen und erneuerten Fassadenteilen. Sämtliche Durchdringungen durch Stahlbetonskelettbauteile wurden durch kleine Anbauten umkleidet bzw. thermisch getrennt. Die Heizungsanlage wurde erneuert.

Da das Gebäude nur aus Erdgeschossflächen besteht, ist aus jedem Gruppenraum ein zweiter Rettungsweg direkt ins Freie vorhanden. Der Anbau im Norden hat einen zweiten Rettungsweg über einen Flur mit Ausgang zum Grünzug.