Bauprojekt HS für Fernsehen und Film / Staatl. Museum Ägypt. Kunst – München
FOTO: Prof. Dieter Leistner

Bauprojekt Hochschule für Fernsehen und Film sowie Staatliches Museum Ägyptischer Kunst in München

Aufleben einer außergewöhnlich schönen und großzügigen städtebaulichen Situation

Zentrum des Kunstareals beeindruckend vitalisiert

ATTRAKTIVES PLATZGEFÜGE. Die außergewöhnlich schöne und großzügige städtebauliche Situation im Zentrum des Kunstareals München auf dem Stadtplan von Leo von Klenze aus der Mitte des 19. Jahrhunderts mit dem Platzgefüge aus Königsplatz, Carolinenplatz den Plätzen um die Pinakotheken und dem Museum Brandhorst galt es – modern und auf die  heutigen veränderten Bedingungen eingehend – zu reparieren und wieder aufleben zu lassen.

STUDIOS MIT WERKSTATTCHARAKTER UNTER FEINGLIEDRIGEM KUBUS. Indem der Neubau der Universität auf die alte Pinakothek sehr weitgehend in den Maßen und Proportionen Bezug nimmt, entsteht ein starker Platzraum, der sich zwischen diesen Bauten spannt. Die Fassade spiegelt die Funktionen wieder, die sich dahinter befinden: die Studios, Kinos usw. im Erdgeschoss hinter der hohen fugenlosen Betonfassade und dem Eingang mit dem Foyer, das sich als große Öffnung in diesen Sockel einschneidet und das Publikum einlädt, die vielen Veranstaltungen, Kinos, Filmfeste etc. zu besuchen, und darüber die Büros und ähnliches in dem Glaskubus. Im Kontrast zum sehr präzisen und feingliedrigen gläsernen Aufbau ist der Beton des Sockels sehr rau gehalten, hat einen fast felsigen Charakter mit seinen tageweise gegossenen Schichten, die sich farblich leicht voneinander abzeichnen, fast wie ein Aquarell. Diese handwerkliche, experimentelle Technik nimmt Bezug auf zum Werkstattcharakter, den eine Filmhochschule haben sollte.

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MODERNES ÄQUIVALENT ÄGYPTISCHER TEMPELATMOSPHÄRE. Die städtebauliche Zielsetzung führte zu dem Entschluss, das ebenfalls auf dem Grundstück zu planende Museum für Ägyptische Kunst unterirdisch unter die Wiese zu legen: mit einem eigenen Vorplatz, der hinunterführt zum Eingang in einer großen Wandscheibe, die das Museum im Stadtraum markant ankündigt. Ausgangspunkt für die Planung des Museums war das Bemühen für die Ausstellungsstücke, die großteils aus ägyptischen Tempeln stammen, und Räume zu schaffen, die in der Stimmung und Atmosphäre ein modernes Äquivalent zu ihrem ursprünglichen Aufstellungsort sind. Die Dramaturgie der Raumfolge, das Licht, die Durchblicke und die Materialität, dies sind Merkmale, die den Architekten Peter Böhm bei seinem Besuch in Ägypten so beeindruckt haben, dass sie sich hier – in neuer Form – wiederfinden.

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