Bauprojekt  HCM Hochschulcampus München
FOTO: Stefan Müller-Naumann

Bauprojekt HCM Hochschulcampus München

Auftakt zu einer neuen
städtebaulichen Entwicklung

Mehrfarbige Klinkerriemchenfassade als Hommage ans benachbarte Zeughaus

REPRÄSENTATIVER ERWEITERUNGSBAU. Der repräsentative Erweiterungsbau der Hochschule München an der Dachauer Straße in München-Neuhausen wurde von der HCM I GmbH – einer hundertprozentigen Tochter der Münchener Grundbesitz Verwaltungs GmbH – realisiert und an den Freistaat Bayern vermietet.

Der Komplex gliedert sich in zwei Gebäudeteile: den Institutstrakt an der Dachauer Straße und den Hörsaaltrakt, der sich U-förmig um einen Hof entwickelt. Ein Café, das auch für die Öffentlichkeit zugänglich ist, öffnet das Gebäude zur Straße hin und rundet das Raumprogramm ab. Die Freiflächengestaltung ermöglicht eine hohe Aufenthaltsqualität und trägt zur Campusentwicklung ebenso bei wie die Gestaltung der Wegeführung und der Trambahn-Wendeschleife auf dem Gelände.

FOTO: Christoph Knoch
FOTO: Christoph Knoch

S.A.M. Architekturbüro
Mauerkircherstraße 103
D-81925 München
Tel. +49 (0)89 / 9824 94-00
Fax +49 (0)89 / 9824 94-09
info@sam-architekten.de
www.sam-architekten.de

steidle architekten
Gesellschaft von Architekten
und Stadtplanern mbH
Genter Straße 13
D-80805 München
Tel. +49 (0)89 / 3609 070
Fax +49 (0)89 / 3617 906
info@steidle-architekten.de
www.steidle-architekten.de

ARCHITEKTONISCHE VORBILDFUNKTION. Der Erweiterungsbau der Hochschule bildet den Auftakt zu einer neuen städtebaulichen Entwicklung, die sich nach Norden bis zur Schwere-Reiter-Straße ausdehnen soll. Die zu erwartende Dichte der künftigen Bebauung lässt sich an der Konstellation des Neubaus zu seiner Umgebung ablesen – er rückt vom angrenzenden Nachbargebäude ab und betont so gleichsam seine Eigenständigkeit.

Neben dem weiteren Ausbau des Hochschulstandorts sind auch Wohnnutzung, Dienstleistung und soziale Infrastruktur geplant. So hat der Bau eine Art Vorbildfunktion inne und muss sowohl architektonisch-gestalterisch als auch städtebaulich einen hohen Anspruch erfüllen. Die benachbarten denkmalgeschützten Gebäude, im Besonderen das alte Zeughaus, welches sich mit 145 Metern Länge und seiner städtebaulichen Dominanz gegenüber dem Neubau befindet, fordern zusätzlich eine besondere Aufmerksamkeit.

FOTO: Christoph Knoch
FOTO: Stefan Müller-Naumann

VERGLEICHBAR MIT GEWEBTEM TWEEDSTOFF. Um der Bedeutung und den hohen Anforderungen des Projekts gerecht zu werden, wurde ein Realisierungswettbewerb für Teilbereiche und insbesondere für die Fassadengestaltung ausgelobt. Das Preisgericht zeichnete den Entwurf von steidle architekten aus München mit dem 1. Preis aus. Die weitere Umsetzung der Planung erfolgte durch das S.A.M. Architekturbüro aus München.

Die Fassade ist eine Lochfassade mit gleichmäßig alternierenden Fensteröffnungen in verschiedenen Größen. Als Hommage an das benachbarte Zeughaus wurde eine mehrfarbige Klinkerriemchenfassade realisiert. Vergleichbar mit einem gewebten Tweedstoff, erzeugt sie ein außergewöhnliches und modernes Erscheinungsbild.

FOTO: Christoph Knoch