Bauprojekt Garten eines Stadthauses in Wien

Bauprojekt Garten eines Stadthauses in Wien

Ein Wasserbecken im Hang

Jede der 6 Ebenen innerhalb der Serpentinenkehren erhielt ihre eigene Funktion

TERRASSEN IN SÜDLAGE. Der Garten befindet sich hinter einem Stadthaus auf einem gut elf Meter breiten und knapp vierzig Meter langen, ansteigenden Hanggrundstück. Seine Benutzbarkeit war mit Terrassierungen an zumeist bogenförmigen Natursteinmauern erreicht worden.

Von der unteren Terrassenebene mit dem Esstisch bis an die obere Grundstücksgrenze ist ein Höhenunterschied von gut sieben Metern zu überwinden. Der Hang liegt im Norden Wiens Richtung Südsüdwesten, so dass die Abendsonne von stadtauswärts auf den Garten trifft.

gaupenraub +/–
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PLATTFORM ZUM SONNENBADEN. Die Kehren der Serpentinen wurden freigeräumt und unter Berücksichtigung der Höhenunterschiede mit besonderen Funktionen belegt – entweder, wo nötig, durch Eingraben oder, wo möglich, durch Darüberlegen (über den Altbestand). Die Bereiche, die neben den zur Erschließung erforderlichen Serpentinen und den als Aktivitätsflächen gestalteten Kreisflächen übrig blieben, wurden gärtnerisch neu ausgestaltet.

Der zum Zusammensitzen und Essen dienende Platz blieb auf Ebene 1 (der untersten Ebene) am Haus und erhielt lediglich einen neuen Fußboden aus Holz. Das neu errichtete Wasser- bzw. Schwimmbecken in der Nähe des Hauses auf Ebene 2 am westlichen Grundstücksrand wurde am östlichen Beckenrand mit einer aus Holz gefertigten Plattform ausgestattet, so dass Sonnenbaden mit Blickrichtung zum Wasser möglich ist, und erhielt im Westen Sitzstufen, die bis ins Becken führen.

AUSGEWÄHLTE, AN DIESEM BAUPROJEKT
BETEILIGTE FIRMEN:


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ZUSAMMENSITZEN, SPIELEN, GRILLEN. Auf Ebene 3 kann man nun unter der Eibe zusammensitzen, auf Ebene 4 zwischen den Kiefern über einer Holzplattform "abhängen" und auf Ebene 5 spielen und grillen, eingerahmt von abschließenden Sitzstufen in der Böschung. Ebene 6 schließlich dient zum Einstellen der Gartengeräte in eine hölzerne "Groß-Box" an der Stützmauer der oberen Grundstücksgrenze.

Als gärtnerische Ausgestaltungsmöglichkeit eignet sich die Bepflanzung mit verschiedensten Gräsern – einerseits als Weiterführung der verbleibenden Wiesen- bzw. Rasenflächen, andererseits motiviert durch das neue Element Wasser im Garten. Die Einsehbarkeit der Plattformen kann je nach Funktion durch Bepflanzung verhindert oder Rodung ermöglicht werden.

FOTOS
Kurt Kuball
www.kurtkuball.com