Neubau Forschungssporthalle der Humboldt-Universität Berlin

Neubau Forschungssporthalle der Humboldt-Universität Berlin

Forschungseinrichtung in Passivhausbauweise

Sehr hohe Anforderungen an schwingungsarme Konstruktionen,
Schallschutz, Farbgebung und Oberflächen

3-FELD-SPORTHALLE, BEREICHE ZUR INTERVENTIONSFORSCHUNG UND MEHRZWECKRÄUME. Die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und die Charité-Universitätsmedizin Berlin kooperieren mit der Gründung des Centrums für Sportwissenschaft und Sportmedizin Berlin (CSSB). Das CSSB stellt eine in Deutschland einzigartige, interdisziplinäre Einrichtung der Sportwissenschaft und Sportmedizin dar. Das CSSB umfasst die gesamte Bandbreite von Grundlagenforschung und Entwicklung sowie Anwendung und Lehre. Von der Analyse über Prävention und Training bis hin zur Regeneration und Rehabilitation wird am CSSB disziplinübergreifende Forschung auf exzellentem Niveau betrieben. Dabei werden Geistes- und Naturwissenschaften sowie Medizin synergetisch verknüpft. Die Forschungssporthalle der HU stellt das neue Herzstück der angewandten Sportforschung des CSSB dar.

Das Projekt – zu 100 Prozent aus dem Konjunkturpaket II finanziert – wurde an das Centrum für Sportwissenschaft und Sportmedizin Berlin übergeben. Das Institut betreibt Sportforschung in vielen Facetten des Alltags- und Hochleistungssports. Forschungsziel bleibt immer die Optimierung von Trainingsprozessen zum bestmöglichen Ergebnis. Neben einer 3-Feld-Sporthalle beinhaltet die Forschungssporthalle spezifisch ausgestattete Bereiche zur Interventionsforschung sowie Räume für Regeneration, Rehabilitation, Bewegung, Gymnastik und Tanz. Die hochsensible und empfindliche Mess- und Kameratechnik in allen Hallenteilen bedingt sehr hohe Anforderungen an schwingungsarme Konstruktionen, an den Schallschutz, die Farbgebung und die Oberflächen.

Scheidt Kasprusch Gesellschaft von Architekten mbH
Schlesische Straße 29/30 Aufg. M 3. OG
D-10997 Berlin
Tel. +49 (0)30 / 8868 32-77
Fax +49 (0)30 / 8868 32-78
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SCHWELLENARM UND ÜBERSICHTLICH. Eine horizontale Gliederung des solitären Baukörpers und dazu passend der Fassade gibt Aufschluss über die internen räumlichen Zusammenhänge und strukturiert die neue Baumasse. Prämisse bei der inneren Organisation war es, einen ebenerdigen, schwellenarmen Eingang zu erzeugen, der auf direktem Wege möglichst übersichtlich alle Nutzerräume erschließt. Das Haus ist komplett behinderten- und sehbehindertengerecht ausgestattet.

Bereits von außen gewährt die transparente Erdgeschossfassade dem Besucher Einblick in die inneren Abläufe. Über das Foyer sind alle Garderoben/Umkleiden, der Multimediaraum und der Interventionsforschungsbereich ebenerdig zu erreichen.

Im Raumverbund mit dem Foyer stehen der Vorbereich vor der Mehrzweckhalle, der um etwa zwei Meter abgesenkt ist, und die im Obergeschoss liegende Galerie vor der Dreifachsporthalle. Das erste Obergeschoss im Bereich der unteren Hallenhälfte erhält außen eine vorgefertigte Sichtbetonfassade. Diese geschlossene Fassade steht im bewussten Kontrast zum transparent ausgebildeten Erdgeschoss. Neben einer hocheffizienten Technik minimieren die Dreifachverglasungen und hochgedämmte Bauteile den Primärenergiebedarf auf Passivhausstandard.

KOMPLETT AUS RENOVIERUNGSARMEN MATERIALIEN ERRICHTET. Das Haus ist, einer hoch frequentierten und universitären Nutzung entsprechend, komplett in sanierungs- und renovierungsarmen Materialien gehalten. Glas und Sichtbeton prägen das Bild von außen und in den öffentlichkeitsrelevanten Innenbereichen.

Eine hoch effiziente Lüftungs- und Heizungstechnik, 20 Zentimeter mineralische Wärmedämmung, 3-fach-Verglasung und eine PV-Anlage auf dem Dach minimieren den Energiebedarf auf Passivhausstandard und speisen den Strom-Überschuss ins öffentliche Stromnetz ein. Eine extensive Dachbegrünung und eine Entwässerung über ein großzügiges Rigolensystem halten das Regenwasser komplett zurück und unterstützen das Mikroklima.