Neubau Forschungscluster III der Universitätsmedizin Greifswald

Neubau Forschungscluster III der Universitätsmedizin Greifswald

Prominent platzierte Laborräume

Die Kontinuität und Einheit des Gebäudeensembles auf dem Campus wurde sichergestellt

STÄDTEBAULICHES KONZEPT. Der Neubau des Forschungsclusters III, als Zentrales Forschungsgebäude, entsteht auf dem insgesamt 36.783 m² großen Gelände der Medizinischen Fakultät der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Das Baufeld liegt zwischen dem Eingangsplatz der Klinik, der neuen Mensa und dem denkmalgeschützten Bestandsgebäude der ehemaligen Pavillonstruktur.


Die Erschließung des Gebäudes erfolgt über den Haupteingang an der Fleischmannstraße sowie vom Nebeneingang der Nordostfassade. Der U-förmige dreigeschossige Hauptbaukörper mit Technikstaffelgeschoss ist der 1. Bauabschnitt einer zukünftigen Blockrandbebauung.


Das Laborgebäude bildet die westliche Raumkante des Vorplatzes am Haupteingang des Uniklinikums. Es gehört zum Planungskonzept des Uniklinikums, die Laborräume prominent und für alle gut wahrnehmbar zu diesem Platz hin zu orientieren. Damit wird demonstriert, dass Forschung eine zentrale Aufgabe des Universitätsklinikums ist.

GESTALTUNGSKONZEPT. Ziel des Gestaltungskonzeptes für die Forschungslabore ist es, etablierte Konzepte aufzugreifen und weiterzuführen, um so die Kontinuität und Einheit des Gebäudeensembles auf dem Campus sicherzustellen. Die Fassaden werden diesem Ziel entsprechend im Einklang mit den Gestaltungsrichtlinien des Rahmenplans für den Campus der Universität ausgeführt. Der kubische Charakter des Gebäudes wird durch ein massives Fassadenmaterial betont.


Die Proportionen der Fassade nehmen die Gliederung der denkmalgeschützten Nachbarbauten auf. Die Ziegelfassade vermittelt zwischen Neu und Alt. Zum Innenhof wird die Glasfassade durch die farblich hervorgehobenen Gliederungselemente der Laborversorgung bestimmt.

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MATERIALIEN. Der gelbe Klinker entspricht den allgemeinen Festlegungen zu Fassadenmaterialien für den Universitätscampus, sodass sich das Gebäude in Farben und Material der Umgebung anpasst. Die Eingangshalle mit ihrer dunkelgrauen Pfostenriegelfassade aus Aluminium-Profilen öffnet sich zur Campus Allee und markiert die Eingangssituation und somit die Adresse des Hauses.

FOTOS
Dirk Petersen, tsj

LABORE. Der Grundstückszuschnitt bedingt von einem Flur aus erschlossene S1 Labore im Sinne der Laborrichtlinien, mit ihren spezifischen Neben- und Lagerräumen an der Südostfassade. Diese Systematik der flexiblen Laborspange wiederholt sich in den beiden Obergeschossen und ermöglicht die Nutzung für unterschiedliche Untersuchungen und Gruppen variabler Größe.

 

So ist es auch möglich, das Zentrum für Innovationskompetenz im neuen Forschungsgebäude unterzubringen. Dabei geht es um Herz- und Gefäßkrankheiten, bei denen Antikörper eine entscheidende Rolle spielen.