Bauprojekt Forschungs- und Technologiezentrum ROSEN in Lingen an der Ems
FOTO: Rosen-Group, Lingen

Bauprojekt Forschungs- und Technologiezentrum ROSEN Lingen an der Ems

Innovativer Neubau für ein Innovationszentrum

Gläsernes Atrium als Mittelpunkt von 8 Gebäudetrakten

ALLE BÜROS UNTER EINEM DACH. Die international unter anderem in den Bereichen Pipeline- und Tankinspektion tätige Rosen-Gruppe beschäftigt an ihrem Hauptsitz in Lingen an der Ems sowie in zahlreichen Niederlassungen und Vertretungen insgesamt mehr als 2.000 Mitarbeiter. Um ihre Marktführerschaft weiterhin durch eine Vielzahl technischer Innovationen festigen zu können, investierte die Unternehmensgruppe nach den Plänen des Architekturbüros M. DREYER aus Lingen rund 25 Millionen Euro in ein hochmodernes Forschungs- und Technologiezentrum. Für ein angenehmes Arbeitsklima in dem dreigeschossigen Neubau sorgen das so genannte „Open Space“-Bürokonzept, schallabsorbierende Materialien sowie eine effiziente Lüftungs- und Klimatechnik.

Das Gebäude vereint die bislang auf mehrere Einzelgebäude verteilten Büros, die rund um die Produktions- und Fertigungshallen angesiedelt waren. Für das neue Bürogebäude wurde daher südöstlich des Betriebsgeländes ein zusätzliches Grundstück erworben. Dieses Areal bietet dem Unternehmen genügend Raum für die weitere Expansion.

FOTO: Rosen-Group, Lingen

M. DREYER . ARCHITEKTEN GBR
Schwedenschanze 50
D-49809 Lingen an der Ems
Tel. +49 (0)591 / 9649 56-0
Fax +49 (0)591 / 9649 56-20

FOTO: Rosen-Group, Lingen
FOTO: Fa. Jet, Hüllhorst
FOTO: Fa. Saint Gobain-Rigips

ELEKTRO- UND NACHRICHTENTECHNIK
Ingenieurbüro Wittnebel + Reekers

GLASDACHKONSTRUKTION
JET Tageslicht & RWA GmbH

AUSGEWÄHLTE, AN DIESEM BAUPROJEKT
BETEILIGTE FIRMEN:

DACHDECKERARBEITEN
Klus GmbH Bedachungen

OPEN SPACE. Der Neubau bietet 650 Mitarbeitern aus den Bereichen Forschung, IT und Verwaltung auf über 13.500 Quadratmetern eine hochmoderne Infrastruktur und eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Ein zentral angeordnetes, lichtdurchflutetes Atrium fungiert gleichermaßen als Eingangsbereich und verbindendes Element zwischen den einzelnen Gebäudeteilen. Diese sind rund um das Atrium in acht Flügel aufgeteilt und beinhalten auf insgesamt drei Geschossen zahlreiche Büro-, Besprechungs- und Aufenthaltsräume.

Ein auf Ergebnissen aus der Arbeitsforschung basierendes „Open Space“-Bürokonzept ermöglicht dabei mit Hilfe kurzer Wege und direkter Kommunikation ein ebenso angenehmes wie effizientes Arbeiten. Dafür wurden die Arbeitsplätze in Gruppen angeordnet und räumliche Trennungen durch optische Raumteiler und Glaswände lediglich angedeutet. Das Einrichtungskonzept spiegelt dort mit gleicher Arbeitsumgebung und Ausstattung für alle Mitarbeiter die bei der Unternehmensgruppe üblichen flachen Hierarchien wieder.

FOTO: Rosen-Group, Lingen

GESAMTE SICHERHEITSTECHNIK
Röwer Sicherheits- und
Gebäudetechnik GmbH

Im Felde 2
D-49076 Osnabrück
Tel. +49 (0)541 / 1397-0
Fax +49 (0)541 / 1397-100
roewer@roewer.de
www.roewer.de

FLEXIBLES RAUMKONZEPT. Das Konzept erlaubt Einzel-, Gruppen- und Teambüros. Eine dezente Farbgestaltung sowie die Verwendung von Glas, Aluminium und Holz gewährleisten nachhaltige Qualität und einen hohen Ausstattungsstandard.

Des Weiteren stehen für vertrauliche Gespräche 15 separate Besprechungsräume zur Verfügung. Diese befinden sich in den Randzonen des Haupttraktes, unmittelbar neben den Zugängen zu den Bürotrakten. Das Atrium ermöglicht allen Mitarbeitern flexible und erholsame Pausenaufenthalte.

HINTERLÜFTETE FASSADE. Für die Gestaltung der Außenfassade an den Bürotrakten entschied man sich sehr schnell für eine Vorhangfassade. Diese sollte sich gestalterisch von der Fassade des Haupttraktes abheben (zweischaliges Mauerwerk mit Hohlschichtdämmung).

FOTO: Fa. KalZip, Koblenz

ANGENEHMES ARBEITSKLIMA. Mit dem Neubau verfügt die Firma Rosen über ein zeitgemäßes Gebäude, das der wachsenden Zahl von Mitarbeitern viel Raum bietet und die Anforderungen an moderne Arbeitsplätze voll erfüllt. Um den Beschäftigten eine möglichst behagliche Atmosphäre zu bieten, kamen in dem neuen Forschungs- und Technologiezentrum ausschließlich schallabsorbierende Materialien zum Einsatz.

Darüber hinaus wurde ein Raumklimatisierungskonzept umgesetzt, das sehr genau auf die Bedürfnisse des Unternehmens und der Mitarbeiter am neuen Standort angepasst ist. Ausschlaggebend für die Wahl des Systems waren neben einem hohen Behaglichkeitsempfinden und einem niedrigen Schallleistungspegel vor allem energetische Vorteile.

FOTO: Fa. Saint Gobain-Rigips

Unterschiedliche Vorhangfassaden verschiedener Hersteller wurden bemustert. Ausgewählt wurde eine Fassade, die die vom Bauherrn gestellten Anforderungen hinsichtlich der gewünschten Abmessungen, der Sonderprofile, der Einzelpaneel-Stabilität, der gewünschten Farbtöne und last but not least der schnellen und einfachen Montage erfüllte.

Ein weiterer Vorteil, der sich aus der Wahl einer hinterlüfteten Fassade ergab, ist, dass auf Grund der geringen Bautiefe und des geringen Aufbaus der Fassade die Dämmung dicker ausgeführt werden konnte als üblich, denn durch den zweischaligen Aufbau des Sockels war eine Gesamt-Wandstärke von 51 Zentimetern vorgegeben. Die Dämmstärke wurde von 14 Zentimetern beim zweischaligen Mauerwerk auf 18 Zentimeter bei der hinterlüfteten Fassade erhöht. Diese Bauweise führte bei der Fassade zu einem höheren Dämmvermögen und somit gleichzeitig zu einem niedrigeren U-Wert von 0,155 W/m²K.

FOTO: Rosen-Group, Lingen

Hinzu kam eine enorme Zuverlässigkeit und eine hohe Flexibilität bei der Installation und Betriebsführung. Die Temperierung der Räume wird von einem Gipskarton-Kühldeckensystem übernommen, das sich durch eine hohe thermische und akustische Behaglichkeit, geringen Transportenergiebedarf, energetisch günstige Vorlauftemperaturen sowie eine geringe Aufbauhöhe auszeichnet.

Innerhalb der Etagen sind die Heizungs-, Kühl- und Beleuchtungssysteme so konzipiert, dass in Abhängigkeit des Fassadenrasters beliebige Raumaufteilungen möglich sind. In den separaten Besprechungsräumen stellt das Kühldeckensystem in Kombination mit Hochleistungs-Bodenkonvektoren auch bei stark variierender Personenbelegung einen hohen thermischen Komfort sicher.

FOTO: Fa. Saint Gobain-Rigips
FOTO: Rosen-Group, Lingen