Bauprojekt Festung Ehrenbreitstein Koblenz

Bauprojekt Festung Ehrenbreitstein Koblenz:

Das Gesamtensemble der Festung wird erlebbar.

Räumliche und dramaturgische
Neuordnung des Festungsplateaus.

INSZENIERUNG DER SILHOUETTE. Die Gesamtkonzeption des Entwurfes hatte die räumliche und dramaturgische Neuordnung des Festungsplateaus als Hauptzugang zur Festung Ehrenbreitstein zum Ziel. Der Parkplatzbereich und die dazugehörige Baumbepflanzung wurden nach dem Rückbau des Veranstaltungsortes der BUGA Koblenz realisiert.

Mit der Verlegung der Zufahrt und der Stellplätze an die Kante des Plateaus ist das Festungsvorgelände großräumig freigelegt und die Silhouette der Festung nach Norden inszeniert. Das historische Schussfeld, das Glacis, wird zu einer offenen Rasenfläche, die sich über die bestehenden topographischen Reste der barocken Anlage legt und das Gesamtensemble der Festung erlebbar macht. Den Übergang von Stellplatzanlage zum offenen Festungsglacis bilden drei geschnittene Haine, die zahlreiche Blicke auf Festung und Vorfeld gewähren und zum Erkunden des Glacis einladen.

TOPOTEK 1
Gesellschaft von
Landschaftsarchitekten mbH
Sophienstraße 18
D-10178 Berlin
Tel. +49 (0)30 / 2462 58-0
Fax +49 (0)30 / 2462 58-99
topotek1@topotek1.de
www.topotek1.de

FOTOS
Hanns Joosten, Berlin
www.hannsjoosten.de

NETZ AUS WEGEACHSEN. Dieses erschließt und gliedert die Fläche und bezieht weiträumig einzelne Sehenswürdigkeiten wie auch die bestehenden Wanderwege in die Konzeption mit ein. Der Bereich am neuen Eingangsgebäude fügt sich an der Plateaukante in den Baumbestand ein, ohne die Ansicht der historischen Festungsanlage zu beeinträchtigen.

Das Eingangsgebäude vermittelt den Höhensprung zwischen Festungsplateau und Eingang Felsentor. Eine großzügige Treppenanlage ermöglicht direkten Zugang zum Eingangsgebäude.

Den barrierefreien Zugang zum Felsentor gewährleistet die seitlich verlaufende Hauptrampe, an der rote Berberitzen als flankierende Böschung gepflanzt wurden. Innerhalb wie außerhalb der Festung begleitet ein Blindenleitsystem die zentrale Zuwegung.

Seitlich der Langen Linie, der ersten Verteidigungslinie der Festung, gelangt man in einen dreiseitig umschlossenen Weingarten. Dieser Rasenhang mit einem großen Walnussbaum in seiner Mitte wird an der einen Seite durch eine schmale Treppenanlage und an der anderen von einer Wegerampe flankiert. Der Raum profitiert von seiner geschützten Lage und dem stattlichen Baum in der Mitte und wird so mit seiner neu gepflasterten Fläche zu einem idealen Platz für ein Weinlokal in intimer Atmosphäre.