Neubau Einkaufszentrum Nordlicht Kiel

Neubau Einkaufszentrum Nordlicht Kiel:

Der Straßenraum scheint in das
Gebäude hineinzulaufen.

Einladend gestaltete Eingänge durchbrechen die strenge Ordnung der Fassade.

MEHRGESCHOSSIGER EINSCHNITT. Besonders markant ist der großzügig und einladend gestaltete Haupteingang an der Holstenstraße. Er ist als mehrgeschossiger Einschnitt in das Gebäude ausgebildet.

Es scheint, als würde der Straßenraum in das Gebäude hineinlaufen. Dieser Effekt wird durch die Wahl des Bodenblags erreicht, der gut mit der vorhandenen Pflasterung in der Holstenstraße harmoniert. Mit dieser einladenden Geste wird der Besucher direkt zu den einzelnen Geschäften geleitet.

Dort liegt eine weitere Besonderheit des Konzepts: Jeder Laden in den Obergeschossen ist über einen eigenen Eingang unmittelbar von der Holstenstraße aus zu erreichen – eine Fahrtreppe führt direkt in das zweite Obergeschoss.

GROSSFLÄCHIGE EINZELHANDELSNUTZUNG. In der Kieler Altstadt, am nördlichen Ende der Holstenstraße, befand sich das Warenhaus Karstadt. Nach dessen Abbruch wurde dort das Einkaufszentrum Nordlicht eröffnet.

Am traditionsbehafteten Standort, in unmittelbarer Nähe zum Alten Markt, bietet der Neubau Platz für eine großflächige Einzelhandelsnutzung. Auf vier Ebenen befinden sich Ladengeschäfte sowie ein großzügiger Gastronomiebereich.

Zwei Parkdecks über den Verkaufsgeschossen bieten ausreichend Platz für den ruhenden Verkehr. Die Gesamt-Bruttogeschossfläche des Gebäudes beträgt mehr als 30.000 Quadratmeter.

Schnittger Generalplanung GmbH
Westring 453—455
D-24118 Kiel

BOGE JOHANNSEN ARCHITEKTEN BDA
Gertigstraße 12–14
D-22303 Hamburg

BELEBUNG DES AREALS. Die Geschäfte im Untergeschoss werden über eine gemeinsame Plaza erschlossen, und ein Durchgang führt zum Eingang am Wall. Mit dieser fußläufigen Verbindung rücken der Alte Markt und der Bootshafen städtebaulich enger zusammen.

Der Gastronomiebereich befindet sich an der Südseite des Gebäudes – mit Blick auf den Bootshafen und die Fährschiffe. Gemeinsam mit den dort vorhandenen Cafés und Restaurants wird das Areal weiter gestärkt und belebt.

FOTOS
Arne Biederbeck, Kiel

SCHAUFENSTER ZUR FÖRDE. Die Grundidee der Fassadenplanung ist eine selbstbewusste, durchgängige Optik, die dem Anspruch eines Einkaufszentrums gerecht wird und mit entsprechend hochwertigen Materialien im gesamten Umfeld einen positiven Akzent setzt. Die Fassade ist als vorgehängte, hinterlüftete Natursteinfassade ausgebildet, deren strenge Ordnung an markanten Stellen unterbrochen ist.

So sind die beiden Eingänge als großflächig verglaste Aluminium-Pfosten-Riegel-Fassaden ausgeführt. Während der Haupteingang an der Holstenstraße in das Gebäude hineinläuft, ragt der südliche Eingang leicht in den Straßenraum hinein.

Die großzügige, mehrgeschossige Verglasung mit Terrasse mutet wie ein Schaufenster zur Förde an und ermöglicht spannende Aus- und Einblicke. Durch die markante Gestaltung der beiden Zugänge wird indirekt auch der Weg durch das Gebäude wirksam inszeniert.