Bauprojekt Einfamilien-Haus in Rettenberg-Vorderburg

Neubau Einfamilien-Haus in Rettenberg-Vorderburg

Bergende Raumatmosphäre ohne Heimattümelei

Angliederung an eine regionale Wertschöpfungskette

becker architekten
Beethovenstraße 7
D-87435 Kempten im Allgäu
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BAUBIOLOGISCH HOCHWERTIGE AUSFÜHRUNG. Aus dem Untergeschoss – als betoniertes Umfassungsgefäß in den Hang eingegraben – entwickelt sich die eingestellte Holzkonstruktion talseitig auskragend nach oben. Deren struktureller Aufbau besteht aus einem modularen Stützen-/Trägersystem bis unter den offenen Dachraum und zieht damit automatisch die Grundrissdisposition und die großzügigen Verglasungen entlang der beiden Längsseiten nach sich.

Der vollständige "Strickbau"-Charakter in Weißtanne außen wie innen schafft eine warme, bergende Raumatmosphäre, ohne in eine vordergründige Heimattümelei zu verfallen. Die komplett baubiologisch hochwertige Ausführung, unter anderem mit einer Holzlehm-Dämmung, wird komplettiert durch eine Beheizung über eine Erdwärmepumpe/Tiefenbohrung.

REFLEXION DER BÄUERLICHEN UMGEBUNG. Der Rettenberger Ortsteil Vorderburg liegt als langgestrecktes Allgäuer Straßendorf an der Verbindungsstraße vom Rottachsee zum Grünten am Südhang des Rottachberges. Das Ehepaar entschloss sich nach dem Auszug der Kinder aus dem gemeinsamen Haushalt in Sichtweite des eigenen Firmensitzes zu einem Neubau neben dem Grundstück der Schwester der Bauherrin.

In unprätentiöser ländlicher Dorfstruktur, die von den Segnungen der Baumarktpaletten bisher weitgehend verschont geblieben ist, fällt das Baugelände von der Ortsdurchfahrtsstraße nach Osten ab und gibt den unverbaubaren Blick frei über Wiesenhügel auf die Allgäuer Berge. Ein einfaches, langgestrecktes, hölzernes Gebäudevolumen reflektiert die bäuerliche Umgebung und antwortet mit einem Massivholzhaus für zeitgemässes Wohnen.

FOTOS
Franz Schröck, becker architekten

Bei der Realisierung des Gebäudes war es den Architekten ein besonderes Anliegen, sich einer regionalen Wertschöpfungskette anzugliedern. Außer auf natürliche, traditionelle Materialien, die mit kurzen Lieferwegen von heimischen Handwerkern eingebaut wurden, griffen sie auch auf lokales Engeneering (Tragwerksplanung, HLS- und Elektro-Planung) zurück, alles mit dem Hintergrund, möglichst wenig Umweltressourcen zu verbrauchen und eine entsprechende Nachhaltigkeit zu gewährleisten.