Neubau Einfamilien-Haus in Herrsching-Wartaweil
FOTO: Mauritz Lüps

Neubau Einfamilien-Haus in Herrsching-Wartaweil

Eine Landmarke am Ammersee

Schaffung eines Spannungsfelds zu einem Ort mit historischer Bedeutung

FOTO: Thomas Huber

TEILWEISE EINMODELLIERTER BAU. Nicht die nutzbringenden Eigenschaften allein bestimmen das Erscheinungsbild des Hauses. Der Konzeption des Gebäudes liegt die Absicht zugrunde, mit dem Ort und seinen besonderen geschichtlichen und natürlichen Vorgaben in ein Spannungsfeld zu treten.

Das Gebäude wirkt als Landmarke zum See hin. Gleichzeitig geht es landseitig eine Verträglichkeit mit der Topographie und der Schönheit der Parklandschaft ein – unter anderem dadurch, dass ein Teil des Bauvolumens in den Hang einmodelliert ist.

EHEMALIGE WALLFAHRTS-LANDUNGSSTELLE. Der Uferabschnitt des Baugrundstücks am Ammersee in Herrsching-Wartaweil hat historische Bedeutung. Er hatte als Landungsstelle des Bootsverkers der Wallfahrer auf dem Weg nach Kloster Andechs gedient.

Noch heute erinnert die Weiße Säule als Landmarke an diese Verbindung. Die Geduld, die die Fahrmänner ihren Passagieren abverlangt hatten, hatte dem Ort den Namen: „Wart a Weil“ gegeben.

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FOTO: Thomas Huber
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WOHNBEREICH MIT AUSBLICK. Das Wohnhaus für eine Familie entstand auf der Fläche eines Vorgängerbaus. Über ein Sockelgeschoss, dessen Erdverbundenheit durch eine Muschelkalkverblendung ausgedrückt ist, schwebt ein frei formuliertes Dachgeschoss.

Dazwischen befindet sich der verglaste Wohnbereich mit Ausblick auf den See und das gegenüberliegende Ufer mit der Dießener Klosterkirche. Landseits – von der am höchsten Punkt des Grundstücks liegenden Zufahrt  aus – bleibt nur das Dachgeschoss wahrnehmbar: einem aufgespannten Segel gleich.

FOTO: Mauritz Lüps