Bauprojekt Einfamilien-Haus im Aggertal

Bauprojekt Einfamilien-Haus im Aggertal

Gläserne Fuge trennt und verbindet Alt und Neu

Ein moderner Kubus kontrastiert mit einem Spitzdach-Gebäude aus den 50er Jahren

KLINKER-QUADER. Klein, anderthalbgeschossig und mit steilem Spitzdach – so in etwa präsentiert sich das typische Siedlungshaus aus den 50er und 60er Jahren. Inmitten eines von derartigen Bauten geprägten Umfelds im Aggertal haben die Oxen Architekten mit ihrem Entwurf des Einfamilienhaus-Kubus’ einen modernen Akzent gesetzt, der sich selbstbewusst von seinen Nachbarhäusern abhebt.

Das neue Wohnhaus besteht aus zwei monolithisch verspringenden Klinker-Quadern und ist zum angrenzenden Elternhaus, dem klassischen Siedlungstyp, nur durch eine gläserne Fuge getrennt. Diese Glasfuge hat viele Aufgaben zu erfüllen. So ist sie nicht nur Eingang und Treppenhaus, sondern zugleich ein behutsam trennendes sowie verbindendes Element zwischen Alt und Neu. Durchgängig transparent – selbst der Boden ist aus Glas – leuchtet diese Fuge in den Abendstunden deutlich sichtbar als gläsernes Band.

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Die Fassade des Kubus ist zur Straße und Nordseite lediglich von zwei schmalen Fensteröffnungen durchbrochen. Zur Garten-Südseite jedoch ist das moderne Wohnhaus für zwei großzügige übereinanderligende Loggien-Sitzplätze geöffnet. Dort lässt es sich wunderbar chillen, den Feierabend genießen und jede Menge Sonne tanken. Vor allem, weil die obere Loggia über kein Dach verfügt und somit freien Blick auf den Himmel über sich bietet.

GEOTHERMIE UND FUSSBODENHEIZUNG. Bei der Wahl der Fassade entschieden sich Bauherren und Architekten für grau-anthrazit changierenden Klinkerstein. „Die zunächst höheren Baukosten für die Klinkerfassade amortisieren sich auf lange Sicht, da die Klinkerflächen im Gegensatz zu ledichlich verputzten Außenwänden nahezu keiner Wartung und Pflege bedürfen“, so der Architekt Bernd Oxen.

Bei der Planung des haustechnischen Konzepts wurde auf eine moderne energiesparende Anlagentechnik in Kombination mit hohem Dämmstandard gesetzt. Die Energieversorgung des Hauses erfolgt unter Nutzung von Geothermie mittels Fußbodenheizung. Auch an den Sommer ist gedacht: Dank außenhängender Raffstores ist ein zuverlässiger Wärmeschutz an heißen Tagen gewährleistet.

FOTOS
Stefan Schilling, Köln