Neubau Einfamilien-Haus am Hang in Farschweiler

+Energiehaus und Prototyp für technische Innovationen

Verbindung von Komfort und Nachhaltigkeit

ARCHITEKTEN
STEIN HEMMES WIRTZ


Bahnhofstraße 11
D-54317 Kasel
Tel. +49 (0)651 / 5775 9
Fax +49 (0)651 / 9951 033

Homburger Straße 34
D-60486 Frankfurt am Main
Tel. +49 (0)69 / 2578 1783
Fax +49 (0)69 / 2566 7825

info@stein-hemmes-wirtz.de
www.stein-hemmes-wirtz.de

Die innere Schale sorgt neben Ihrer statischen Funktion für ein ausgeglichenes Raumklima: Die Holzwand hat ein Wärmespeichervermögen, das dem konventioneller Massivbauten aus Mauerwerk nahekommt.

ÖKOLOGISCHE BAUSTOFFE. Das +Energiehaus in Farschweiler legt sich als flacher Baukörper bildlich auf das abfallende Grundstück und formt im Obergeschoss eine Plattform aus, die Innen und Außen miteinander verbindet und einen herrlichen Ausblick in die Landschaft bietet. Die Formensprache wirkt eigenständig und selbstbewusst. Gleichzeitig reiht sich der zweigeschossige, traufständige Bau mit Satteldach im Hinblick auf Bauflucht, Dachform und Traufhöhe in die Bebauungsstruktur der Anliegerstraße ein.

Das Haus wurde als Mischkonstruktion hergestellt: Sichtbeton im Erdgeschoss, Massivholz im Obergeschoss. Durch die Verwendung gedübelter Brettstapelelementen konnte gänzlich auf Leime verzichtet werden – entsprechend dem Wunsch der Bauherren nach schadstofffreier Bauweise und ökologischen Baustoffen. Die Oberflächen bleiben bewusst unverkleidet.

Bauprojekt Einfamilien-Haus am Hang in Farschweiler

WÄRMEBRÜCKENFREIE HÜLLE. Gemäß dem Passivhausstandard umschließt eine Dämmschicht aus Holzfasern die Konstruktion im Obergeschoss. Die luftdichte, wärmebrückenfrei ausgebildete Hülle ist bis unter die Bodenplatte (Glassschaumschotter) geführt.

Die Fassade des Obergeschosses ist mit dicht gestoßenen Profilen aus Sibirischer Lärche belegt – einem Restprodukt aus der Herstellung von Fensterprofilen, das auf diese Weise „recycelt“ und lediglich geölt wurde. Auf den Dachflächen sind Photovoltaik-Module angeordnet. Durch diese zusätzliche Komponente kann das Passivhaus als +Energiehaus betrieben werden.

Das Gebäude verfügt über eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Es entsteht sowohl in der Einliegerwohnung im Erdgeschoss als auch in der Hauptwohnung im Obergeschoss ein behaglicher Inneneraum, der neben den schlichten, handwerklichen Details der Einbauten vor allem vom Ausblick durch sehr große Fensterflächen profitiert.

TECHNISCHE INNOVATIONEN. Darüber hinaus wurden technische Innovationen als Prototypen ausprobiert und konnten auch auf ihre Nutzbarkeit für weitere Bauvorhaben untersucht werden (z.B. Beton-Sandwichelemente mit Vakuumdämmung, Erdwärme mit Wärmepumpe).

GLASÜBERBLENDETER FENSTERRAHMEN. Den spektakulärsten Blick eröffnet das große Fenster nach Norden, was hinsichtlich der Passivhausbauweise die größte Herausforderung darstellte. Nach Norden ist der Öffnungsanteil im Passivhaus optimalerweise gering zu halten, um Wärmeverluste zu reduzieren. Deshalb wurde – abweichend von den übrigen Fenstern, die als Holzfenster mit Dreifachverglasung ausgeführt wurden – ein Fenster mit Vierfachverglasung entwickelt und eingebaut.

Außerdem sind die Fensterrahmen von der äußeren Glasscheibe überblendet (Glas-über-Rahmen-Konstruktion), wodurch die Fensterflächen rahmenlos erscheinen. Größtenteils außenbündig eingebaut, wirken sie damit wie eine Intarsie in dem hölzernen Baukörper und betonen die eigenständige Gebäudeform.

AUSGEWÄHLTE, AN DIESEM BAUPROJEKT
BETEILIGTE FIRMEN:

SANITÄRINSTALLATION
PHILIPP Heizung Umwelttechnik Sanitär

FOTOS
Eibe Sönnecken, Darmstadt