Neubau Cafépavillon im Friedhofspark Düren

Neubau Cafépavillon im Friedhofspark Düren:

Tonnengewölbe, Pult- und Zeltdach
geben Geborgenheit.

Tagsüber spiegelt die Glasfassade den Park, nachts wird der Blick frei ins erleuchtete Innere.

EIN ORT DER GEBORGENHEIT. Der städtische Friedhof im östlichen Stadtteil von Düren übernimmt die Funktion einer öffentlichen Grünanlage. Bisher konnte man den Friedhofsbesuchern keinen Aufenthaltsort anbieten, und es fehlte bisher auch ein Ort, in dem große oder kleinere Trauergesellschaften Raum finden.

Amunt Architekten
Martenson und Nagel Theissen

www.amunt.info

Björn Martenson
Schervierstraße 66
D-52066 Aachen
Tel. +49 (0)241 / 9971 57-4
Fax +49 (0)241 / 9971 57-6
email@amunt.info

Sonja Nagel & Jan Theissen
Wilhelmstraße 3
D-70372 Stuttgart
Tel. +49 (0)711 / 8496 3-41
Fax +49 (0)711 / 8496 3-31
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Der neue Friedhofs- und Cafépavillon ist ein Ort, an dem sich Menschen in einer Ausnahmesituation begegnen. Sie trauern gemeinsam, tauschen Erinnerungen aus und suchen Geborgenheit, die sie unter einer vielfältigen Dachlandschaft finden.

ARCHETYPISCHE DACHFORMEN. Die Architektur des Pavillons entwickelt sich auf einer neutralen und eigenschaftslosen, quadratischen Grundfläche. Drei eingestellt geschlossene Raumkörper nehmen die Serviceeinrichtungen des Pavillons auf, strukturieren den Raum und gliedern den Grundriss in drei Bereiche, ohne sie gegeneinander abzuriegeln. Archetypische Dachformen und unterschiedliche Raumhöhen formen jeden der drei Bereiche, die als Gasträume dienen, zu einem individuellen Raum.

Zusammen formen das Tonnengewölbe, das Pult- und das Zeltdach der Gasträume eine vielfältige, durchgängige Deckenlandschaft, die Geborgenheit gibt, die Gasträume zu einem fließenden Gesamtraum verknüpft und abwechslungsreiche Ausblicke in den umgebenden Park eröffnet. Das durch die Deckenformen erzeugte Landschaftsprofil zeichnet sich in der Fassade ab und verbindet die einzelnen Außenansichten des Gebäudes miteinander.

EINFACHE MATERIALIEN. Klarheit und Eindeutigkeit verdankt der Pavillon den einfachen Materialien. In die Bodenplatte aus Stahlbeton wurde während des Betoniervorgangs Alpendolomit eingestreut, der nach dem Abschleifen eine lebendige, terrazzoähnliche Anmutung entfaltete und den Fußboden des Pavillons bildet.

Der vorelementierte Holzbau formt Wände und Deckenlandschaft und erzeugt eine homogene, monolithische Erscheinung des Innenraums. Ein Trägerrost aus Holz formt das große Dachvolumen, das den Pavillon beschirmt und die Lüftungsanlage mit deren Zu- und Abluftleitungen aufnimmt.

AUSGEWÄHLTE, AN DIESEM BAUPROJEKT
BETEILIGTE FIRMEN:

HOLZBAU
mandelartz Schreinerwerkstätte

GLAS-/FASSADENARBEITEN
SCHNEIDER METALLBAU GmbH & Co. KG

Furnierschichtholz-Platten bilden die Fassade des Dachs und tragen die großformatige Verglasung, die – um den Trauergästen die nötige Intimität zu bieten – mit einem starken Reflektionsgrad ausgeführt wurde. Tagsüber verschränkt sich so der Pavillon mit dem umgebenden Grünraum, der sich in den Spiegelungen der Glasfassade fortsetzt. Nachts kehrt sich dieser Effekt um, die Fassade wird transparent, und der Innenraum dominiert den Eindruck des Gebäudes.

Die Farbigkeit des Pavillons orientiert sich an den imposanten Platanen, die den Friedhofspark prägen. In silbrig lasierten Holzoberflächen, eloxierten Aluminiumfenstern und der grünlich gefärbten Verglasung findet sie ihren Niederschlag.

FOTOS
Brigida Gonzalez
Schnellweg 1
D-70199 Stuttgart
Tel. +49 (0)711 / 6024 91
Fax +49 (0)711 / 6456 0720
mail@brigidagonzalez.de
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MASSIVHOLZBAU AUS NUR 25 ELEMENTEN. Aufgrund der knappen Grundfläche, der kurzen Bauzeit und Überlegungen zur Nachhaltigkeit ist das Gebäude als Massivholzbau ausgeführt, der die Möglichkeiten der Vorfertigung intensiv nutzt. Das gesamte Gebäude besteht aus 25 Elementen, die direkt ab Werk mit Falzen für die Zimmermanns- und Schreinerarbeiten sowie mit Bohrungen und Fräsungen für die Elektroinstallation versehen wurden.

Konsequent zieht sich das Material Holz, das als nachwachsender Rohstoff nicht zuletzt wegen seiner günstigen Energiebilanz ausgewählt wurde, durch die Konstruktion und sämtliche Oberflächen im Inneren. Um Kosten zu sparen, sind die Holzoberflächen der Gasträume als veredelter Rohbau ausgeführt. Die Industrieoberflächen der Kreuzlagenholz-Elemente sind geschliffen und champagnerfarben lasiert, um den Charakter des Holzes zu erhalten.