Neubau ATRIUM amras Innsbruck

Neubau ATRIUM amras Innsbruck

Kompakter Baukörper mit
lichtdurchflutetem Atrium

Mehrgeschossiger, überdachter Innenbereich als Aktions- und Kommunikationsraum

ANNÄHERND QUADRATISCH. Aufgabenstellung war die Planung eines Bürogebäudes in Niedrigenergiestandard in städtischer Randlage von Innsbruck. Der Standort besitzt auf Grund seiner Nähe zum Verkehrsknotenpunkt Innsbruck Ost eine besondere Torfunktion zur Stadt.

Das Gebäude ist in seiner annähernd quadratischen Grundrisskonfiguration, die sich aus dem Bebauungsplan ergab, als Atrium-Typus konzipiert. Zur Vermeidung einer Tiefgaragenausführung im Grundwasser liegt das Erdgeschossniveau um rund einen Meter gegenüber dem angrenzenden Straßenraum angehoben. Derart wurde ein an das Eingangsniveau des benachbarten Möbelmarktes angebundener gemeinsamer Vorplatz entwickelt.

Zechner & Zechner ZT GmbH
Stumpergasse 14/23
A-1060 Wien
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TRIBÜNENARTIGE TREPPENANLAGE. Konsequenterweise orientiert sich der Haupteingang des Bürogebäudes zu diesem Vorplatz. Die über zwei Geschosse eingeschwenkte Fassade markiert den Zugangsbereich zusätzlich und bildet eine Überdachung aus. Der Zugang zum autofreien Vorplatz wird über eine breite Treppenanlage, Schrägen sowie eine behindertengerechte Rampe gleichsam zelebriert.

AUSGEWÄHLTE, AN DIESEM BAUPROJEKT
BETEILIGTE FIRMEN:

WERBEKONZEPT / LEITSYSTEMPLANUNG
ICARUS creative

TRAGWERKSPLANUNG
ZSZ Ingenieure ZT GesmbH

Im mehrgeschossigen, überdachten Innenbereich findet die innere Erschließung statt. Vom Eingangsfoyer im Erdgeschoss führt eine tribünenartige Treppenanlage in das erste Obergeschoss, wo sich eine multifunktionale Fläche für kleine Veranstaltungen und Meetings anbietet. Das Wort „Atrium“ ist daher nicht nur Namensspender für das Haus, sondern stellt einen wichtigen Aktions- und Kommunikationsraum des Gebäudes dar.

 

BREITES NUTZUNGSSPEKTRUM. Im Erdgeschoss des fünfgeschossigen Bauwerkes werden gewerblich genutzte Flächen angeboten, unter anderem eine Apotheke. Darüber erstrecken sich flexibel teilbare Büroflächen, Ateliers bzw. Arztpraxen.

Die Erschließung der Einheiten erfolgt über laubengangähnliche Gänge. Die rund um das Atrium situierten Büroflächen sind so organisiert, dass eine variable Teilung in unterschiedlich große Mieteinheiten gewährleistet werden kann.

Neben dem Begegnungsraum des Atriums bildet eine Dachterrasse einen weiteren halböffentlichen Treffpunkt für Mitarbeiter des Gebäudes. Die großzügige Terrasse im obersten Geschoss unterstreicht die Qualität des Standortes hinsichtlich seiner Aussicht auf die umliegenden Berge und das Schloss Ambras im Süden.

SPIEL MIT KONTRASTEN. Die Fassade wird aus geschosshohen Betonfertigteilen gebildet, die sich mit zwei unterschiedlich großen Fensteröffnungen in unregelmäßigem Raster abwechseln und auf diese Weise ein differenziertes Muster entwickeln. Die Fenster sind als Verbundkonstruktionen mit schlanken Profilansichten und im Zwischenraum geführten windgeschützten Sonnenschutzeinrichtungen ausgeführt.

Die leichten, geschossweisen Verschiebungen der Fassadenelemente ergeben ein Wechselspiel zwischen Hell und Dunkel, markieren die Schnittstellen zwischen den einzelnen Niveaus und machen die Geschosse ablesbar. Der Hell-Dunkel-Kontrast wird durch die unterschiedliche Haptik der Felder verstärkt.

VERKEHRSPLANUNG
BVR
Büro für Verkehrs- und Raumplanung

Karl-Kapferer-Straße 5
A-6020 Innsbruck
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STRASSENPLANUNG /
AUSSCHREIBUNG / BAUAUFSICHT
Verkehrsinfrastrukturplanung ZT GmbH

Den rauhen, matten, sandsteinfarbenen Betonoberflächen stehen die glatten, spiegelnden Glaselemente gegenüber. Die Außenhülle bildet einen markanten Teil des Gebäudes und findet sich daher im Corporate Identity- Icon des Projektes wieder.

SCHLANKE KONSTRUKTION. Die Außenwände bestehen aus einer tragenden Ortbetonkonstruktion, um fassadennahe Stützen zu vermeiden. Die massiven Parapete verhindern den geschossübergreifenden Brandüberschlag. Die Aussteifung des Tragwerkes erfolgt über zwei Kerne, die die Stiegenhäuser und die Schächte aufnehmen. Die Decken sind als schlaff bewehrte, unterzugslose Stahlbetondecken ausgeführt. Die oberste Deckenkonstruktion wird mittels Holzleimbindern gebildet, die als Kastenträger fungieren.

NIEDRIGENERGIESTANDARD. Das Bürogebäude erreicht durch ein optimales Verhältnis von transparenten zu geschlossenen Außenwandflächen, durch hochwertige Außendämmungen und Verglasungen sowie durch die konsequente Abwärmenutzung die Energieklasse A+ mit einem HWBref von 13,6 kWh/m2a. Die Ausführung der Bürofenster als Verbundkonstruktionen gewährleistet bauphysikalisch optimierte Werte. Die baulichen Qualitäten erlaubten die Ausführung eines schlanken Haustechnikkonzeptes.

In städtebaulicher und verkehrstechnischer Hinsicht setzt ATRIUM amras Synergien mit dem Nachbarprojekt Leiner/MPREIS. Neben dem gemeinsam konzipierten und genutzten Vorplatz werden auch gemeinsame Tiefgaragenzu- und abfahrten verwendet, um KFZ-Erschließungsflächen zu reduzieren.

FOTOS
Thilo Härdtlein
www.haerdtlein-foto.de