Bauprojekt
AOK Bezirksdirektion Schwarzwald-Baar-Heuberg
in Villingen-Schwenningen:

 

Saniertes Gebäude wirkt wie ein hochwertiger Neubau.

 

Neugestaltung bei laufendem Betrieb – unter Einhaltung sämtlicher Kosten und Termine.

1982 ERBAUT UND 1992 ERWEITERT. Das Verwaltungsgebäude der AOK Bezirksdirektion Schwarzwald-Baar-Heuberg in Villingen-Schwenningen mit vier oberirdischen Geschossen und einem Untergeschoss mit anschließendem Tiefgaragen- bzw. Parkdeck-Bereich war 1982 erstellt und 1992 um ein drittes Obergeschoss erweitert worden, das als Gesundheitszentrum diente – mit Gymnastikraum, verschiedenen Seminarräumen und einer Lehrküche. Die Tragkonstruktion des Gebäudes bestand aus einem Stahlbeton-Skelettbau mit aussteifenden Kernen.

Das Gebäude befand sich seit dem Erstbezug 1982 und der Aufstockung des Gesundheitszentrums 1992 im ursprünglichen Zustand. Bedingt durch die Entstehungszeit des Gebäudes wurden überwiegend dunkle Farben, die teilweise stark gemustert waren, eingesetzt.

hölzenbein architekten
planungsgesellschaft mbh

haldenstrasse 7
D-78166 donaueschingen
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Bauprojekt AOK BD Schwarzwald-Baar-Heuberg

HEUTIGEN ANSPRÜCHEN WURDE NICHT MEHR GENÜGT. Die Arbeitsplatzqualität wurde hinsichtlich der Lichtsituation und wegen der dunklen Oberflächen von den Mitarbeitern zuletzt als sehr negativ bewertet. Eine Pausenkultur war bei der vorgefundenen Atmosphäre der Cafeteria nicht zu etablieren.

Die Konferenzbereiche konnten heutigen Ansprüchen bei weitem nicht mehr genügen. Für Kunden war die Orientierung im Gebäude aufgrund fehlender Bezugspunkte und Sichtverbindungen extrem schwierig.

AUSGEWÄHLTE, AN DIESEM BAUPROJEKT
BETEILIGTE FIRMEN:

HAUSTECHNIKPLANUNG
Ingenieurbüro Liebert
Versorgungstechnik GmbH & Co. KG

FOTOS
Sebastian Lemme

INNEN KOMPLETT SANIERT UND NEU GESTALTET. Das gesamte Gebäude wurde im Innern komplett saniert und neu gestaltet. Dazu wurde das Gebäude weitestgehend in den Rohbauzustand zurückgebaut. Lediglich die Fassaden wurden erhalten.

Brandschutzmaßnahmen mussten strukturell und im Detail abgestimmt umgesetzt werden. Sämtliche technische Installationen wurden erneuert.

LICHTDURCHFLUTUNG UND MAXIMALER OBERFLÄCHEN-KONTRAST. Die Neugestaltung zielte darauf ab, dass immerhin 45 Meter tiefe Gebäude mit Licht durchflutet erscheinen zu lassen. Dies gelang durch Glas-/Raum-Konzepte mit dem Einsatz von Tageslichttechnik und entsprechenden Oberflächen. Daneben kamen abgestimmte Beleuchtungskonzepte zum Einsatz.

Bei der Gestaltung der Oberflächen wurde ein maximaler Kontrast zwischen weißen und anthrazitfarbenen Wänden sowie weißen Decken und dunklem Bodenbelag gewählt. Ein heller Grünton bei den stoffbelegten Akustikpanelen setzt einen farbigen Akzent.

INTEGRATION DER ALTEN, BRONZIERTEN ALUMINIUMFASSADE. Entstanden ist ein Gebäude, dem man seine Vergangenheit im Innern nicht mehr anmerkt und das heute wie ein hochwertiger Neubau wirkt, der von Licht durchdrungen ist. Auch das Nebeneinander von neuer Gestaltung und alter bronzierter Aluminiumfassade stellt keinen Kompromiss dar, sondern konnte mit in das Gestaltungskonzept integriert werden.

MÖBLIERUNG AUS DEM STANDARDPROGRAMM DES RAHMENVERTRAGS. Die Möblierung erfolgte aus dem Standardprogramm des bestehenden Rahmenvertrags mit einem Büromöbelhersteller. Die Einbaumöbel der WC-Bereiche sowie Sondermöbel wie Empfangstresen, Küche und Möblierung der Cafeteria wurden speziell entworfen und tischlermäßig hergestellt.

INTUITIVE BESUCHERFÜHRUNG. Neben dem optisch neuen Erscheinungsbild konnten die damals üppig angelegten Verkehrsflächen deutlich gestrafft und einer Nutzung zugeführt werden. Die Wahrnehmung der neu gestalteten Bereiche ist für den Besucher weitestgehend selbsterläuternd, so dass das Gebäude ohne Hinweisschilder auskommt.

Die durchgeführte Neustrukturierung berücksichtigt die aktuellen Raumanforderungen der AOK. Dazu gehört mitttlerweile auch eine hinsichtlich Absorption, Schallausbreitung und Sprachverständlichkeit detailliert zu betrachtende Raumakustik, um die Mitarbeiter in ihrer Arbeit zu unterstützen und – wo gefordert – die gebotene Diskretion für Beratungen bei sensiblen Themen zu gewährleisten.

Die Rückmeldungen der Mitarbeiter zu den neuen Arbeitsplätzen sind mehr als positiv. Und die neue Cafeteria wird Arbeitskollegen aus anderen AOK Verwaltungen gerne und auch mit einem gewissen Stolz gezeigt.

KLARE ENTSCHEIDUNGS- UND INFORMATIONSSTRUKTUR DES BAUHERRN. Aber nicht nur das sichtbare Ergebnis ist bemerkenswert, auch der Ablauf der Maßnahme. Das Projekt wurde in genau 24 Monaten in fünf Bauabschnitten bei laufendem Betrieb mit rund 130 AOK Mitarbeitern umgesetzt.

Die Kosten wurden eingehalten, die Termine wurden eingehalten, und: Es kam zu keiner einzigen Beschwerde von Seiten der AOK. Bedenkt man beispielsweise die Rohbauarbeiten mit entsprechendem Lärm und Staub im Gebäude, lag dieses Gelingen natürlich auch an der klaren Entscheidungs- und Informationsstruktur des Bauherrn und der immer wieder geäußerten Vorfreude auf das neugestaltete Gebäude.