Bauprojekt Agenda Austria in Wien

Bauprojekt Agenda Austria in Wien

Die neue Denkfabrik

Forschen im Netzwerk

ABGEHÄNGTES STAHLROHRSYSTEM. An der Ecke Schottengasse/Teinfaltstraße in Wien steht das Gebäude der ehemaligen Allgemeinen Depositenbank. Es wurde in den Jahren 1892—1893 von Emil von Förster im späthistoristischen Stil errichtet. Darin fand der neugegründete Thinktank Agenda Austria seine Bleibe.

Eigentlich sollte es ja ein Loft werden, also wurde die Altbauwohnung auf ihr „Loftpotential“ untersucht. Weiterhin sollte auf die spezielle vernetzte, aktivitätsbezogene  Arbeitsweise einer Denkfabrik eingegangen und sie nach außen sichtbar gemacht werden.

Das Thema des Netzwerks zieht sich wie ein roter Faden durch das Gestaltungskonzept. Buchstäblich in ein abgehängtes Stahlrohrsystem übersetzt, konnten die einzelnen Räume damit verbunden werden und wirken dadurch weitläufiger.

DER GEIST DER OFFENHEIT. Dem Wunsch nach Wohnzimmeratmosphäre wurde durch das Mixen von alten und neuen Möbelstücken Rechnung getragen. Auch „be-sitz-bare“ Kunstobjekte fanden Einzug und spannen den weiten inhaltlichen Bogen zur Bierbank der Teeküche.

Offenheit und Veränderungsbereitschaft zum Liefern von Denkanstößen und zum Aufzeigen von Alternativen ist Program der Agenda Austria. Das Office soll den Geist der neuen Denkfabrik transportieren.

gaupenraub +/–
Hackinger Kai 1u+2u
A-1130 Wien
Tel. +43 (0)1 / 522 50 50
Fax +43 (0)1 / 879 50 10
office@gaupenraub.net
www.gaupenraub.net

AUSGEWÄHLTE, AN DIESEM BAUPROJEKT
BETEILIGTE FIRMEN:

STOFFE UND VORHÄNGE
Raumausstattung Josef Stary

IDEALE VERTEILERSTRUKTUR. Aufwendige Installationen, die andernfalls nachträglich in Wände hätten eingestemmt werden müssen, fanden auf diese Weise eine ideale Verteilerstruktur. Sichtbare Installationen erinnern an Fabrikräume.

Die infrastrukturelle Versorgung erfolgt von oben. Arbeitsplätze konnten, da sie nicht mehr von Kabelkanälen abhängig waren, von den Fensterwänden abgerückt und frei im Raum verteilt werden.

Aktivitätsfelder, die unter den Knotenpunkten des Netzwerkes liegen, wurden mit Teppichen und Licht markiert und je nach gewünschter Arbeitssituation mehr oder weniger voneinander abgeschirmt. So entstehen Arbeitsplätze für konzentriertes Forschen, informelle Gespräche und Gruppenbesprechungen, aber auch für Präsentationen vor Publikum und Presse.

FOTOS
Kurt Kuball
www.kurtkuball.com